7:4 gegen den Neusser EV. Am Sonntag waren die Duisburger Füchse fast schon handzahm. Man ist anderes von den Wedauern gewohnt, die Woche um Woche die eigenen Fabelergebnisse jagen. Viel mehr sportliche Reizpunkte sucht der DEL-Absteiger in Liga vier offenbar vergebens. Die Mannschaft ruft das unzweifelhaft vorhandene Potenzial in schöner Regelmäßigkeit ab und bringt die Gegner meist schon vorab zur Resignation.
Aus dem Mund des Trainers Czeslaw Panek klingt das vergleichsweise nüchtern: „In den letzten zwei, drei Wochen haben wir uns gesteigert. Jeder versucht, das Beste abzurufen. Daher ist auch etwas Ruhe eingekehrt.“ Nun ja, ganz wie man es nimmt. Bei den Heimspielen der Duisburgern ist nämlich vergleichsweise die Hölle los. Während andere Regionalligisten mitunter gerade mal dreistellige Besucherzahlen vermelden können, freuen sich die Duisburger über einen Schnitt von mehr als 1.400 Fans. Okay, der Stehplatz ist kostenlos, aber keinesfalls umsonst.
So soll es auch gegen Ratingen am Freitag wieder Tore satt zu bestaunen geben. Nicht ganz unerwartet kommt jedoch Paneks Warnung: „Die haben viele Spieler, die schon lange in dieser Liga spielen. Und nicht zuletzt deshalb gehört Ratingen zu den Top fünf oder sechs.“
Für die Füchse gilt jedoch ein anderer Maßstab: Die Nummer eins ist das Ziel. Und auf dem Weg dahin scheint es, als könnten sich lediglich die Essener Moskitos als ernsthafter Widersacher entpuppen. Der Meistertitel sei ihm aber ohnehin nicht so wichtig, gesteht Panek: „Meine Aufgabe ist es nur, dafür zu sorgen, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt, keinen Gegner unterschätzt und gutes Eishockey spielt. Dann glaube ich auch, dass es ein positives Ende gibt“, unterstreicht der Coach. Und das kann nur eines bedeuten: Den Aufstieg in die Oberliga.
