Seit ihrem Debüt im Juli 1994 hat Birgit Prinz bereits 199 Spiele für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft absolviert. Am Mittwoch bestreitet die 32-Jährige in Duisburg gegen Nordkorea ihr 200. Länderspiel. Im Interview blickt die dreimalige Weltfußballerin auf ihre erfolgreiche Karriere zurück und spricht über ihre noch ausstehenden Ziele.
Am Mittwoch steht in Duisburg gegen Nordkorea Ihr 200. Länderspiel an. Was bedeutet diese Partie für Sie?
200 Spiele, die hat noch niemand erreicht. Es ist schon etwas Besonderes, dass ich das geschafft habe. Für mich ist das zwar nicht ganz so bedeutend, aber es ist schon eine coole Zahl.
Können Sie sich noch an Ihr erstes Länderspiel erinnern?
Natürlich. Das war in Kanada, eine weite Reise und ich war noch ziemlich jung. Ich hatte dann das Glück, dass Gero Bisanz mich eingewechselt hat und ich auch schnell getroffen habe.
Gibt es unter den bislang 199 Spielen einige, die für Sie eine ganz besondere Bedeutung haben?
Das erste Länderspiel ist immer was Besonderes, da kommt kaum etwas anderes ran. Es gab aber schon einige sehr wichtige Spiele. Ein WM-Finale spielt man nicht alle Tage. Es sind die bedeutenden Spiele, die in Erinnerung bleiben.

Birgit Prinz mit dem WM-Pokal (Foto: firo).
Besondere Spiele wird es auch 2011 bei der WM im eigenen Land geben. Das dürfte auch für Sie noch ein großes Ziel sein, oder?
Ich habe für mich den guten Weg gefunden, nur auf das Jetzt und Hier zu schauen. Ich versuche, nicht zu überlegen, was in einem Jahr sein wird. Mein Ziel ist es, die WM 2011 zu spielen, und dafür werde ich auch viel investieren. Aber es gibt keine Garantien im Leben.
Dieses Turnier könnte dann der passende Abschluss für Ihre Karriere sein. Oder wäre auch der Olympiasieg 2012 in London noch ein Ziel?
Ich bin mir relativ sicher, dass nach der WM zumindest in der Nationalmannschaft Schluss wäre. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, danach noch weiterzuspielen. Aber als ich 20 war, hätte ich auch nicht daran geglaubt, dass ich jetzt noch spiele.
