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Im RS vor 20 Jahren
Was macht eigentlich... Posi Steinbach?

Bevor wir diese Frage (nicht) aufklären, widmen wir uns ganz einer ganz anderen Thematik: Vor 20 Jahren erzählten die Großväter ihren Enkelkindern noch vom Krieg.

Die modernen Senioren, grau-meliert aber fit und kaufkräftig, wissen wahrscheinlich eher von ihren Abenteuern als 68er-Rebellen zu berichten. Und in 20 Jahren? Da fängt die Geschichte – wir siedeln den Ort der Handlung mal in Bochum an – die den Kleinen bei „Oppa“ auf dem Schoß geschildert wird, folgendermaßen an.

Das Cover Nr. 16/4. Jg.

Es war einmal ein Fußballstadion in Bochum. Und da Bochum an der Ruhr liegt, hieß es Ruhrstadion. Es war nicht so groß wie die Protzbauten anderer Klubs, aber die Stimmung war dort richtig toll. Vor allem wenn der Lokalrivale aus Dortmund zum VfL kam, dann war die Hütte voll. Denn Schalke spielte damals noch in der 2. Bundesliga. Naja, jedenfalls war gegen den BVB richtig remmi-demmi. Da kamen fast 40.000 anne Castroper Straße.“ „Oppas“ Stimme bebt, in seinen Augen liegt ein feuchter Glanz. An dieser Stelle wird der Pimpf jedoch hellhörig und runzelt die noch junge Stirn. Jetzt gibt es zwei Szenarien.

Wieviele Fans pilgern 2030 in die Autohaus-Wicke-Arena?

Das erste: 40.000 Zuschauer empfindet er als lächerlich wenig. „Fast 40.000 Zuschauer? Und da wart ihr stolz drauf? Zum BVB und zum S04 gingen damals doch schon fast doppelt so viele. Und seitdem wir die schmucke Autohaus-Wicke-Arena am Start haben, kommen doch jetzt auch immer mindestens 50.000!“ Wahrscheinlicher ist aber ein anderes Szenario.

Nämlich dieses: 40.000 Zuschauer empfindet er als prahlerische Übertreibung. „Fast 40.000 Zuschauer? Wann soll das denn gewesen sein? 2010, als die Bundesliga boomte wie noch nie, hatte der VfL gerade mal einen Schnitt von gut 24.000 Besuchern. Und danach hat der Verein ja noch dreimal das Stadion verkleinert, jetzt ist die Autohaus-Wicke-Arena zwar sechs Mal pro Saison ausverkauft, aber es passen ja auch nur noch 17.500 Fans rein.“

Reinhard Saftig weiß noch nicht, was er von der "Lila Karte" halten soll.

Da „Oppa“ VfL-Fan ist, wird er seinem Enkel bestimmt erklären, dass diese Maßnahme sehr vernünftig war und man in Bochum auch keine 80.000 Fans für eine tolle Stimmung braucht. Um dann doch noch einmal vom Fußball-Fest anno ‘90 zu schwärmen, als 38.000 Fans dem B-1-Derby eine gebührende Kulisse bereiteten.

Teddy de Beer: Der wahre Olli Kahn

Bochum ging zwar als Verlierer vom Platz – daran änderte auch der Doppelpack von Jupp Nehl nichts – aber immerhin bekam Borussen-Keeper Teddy de Beer beim 2:3 „Saures“ von den Rängen. Beziehungsweise Süßes, denn schon vor der „Ära Kahn“ wurde der Schlussmann der Schwarz-Gelben reichlich mit Südfrüchten beschenkt, passte ja auch farblich gut: „Ein wahrer Hagel an Gegenständen ging auf den BVB-Torsteher in der zweiten Spielhälfte hernieder. ‚Mindestens 30 Bananen, teilweise mit der Aufschrift ‚für Teddy‘, Feuerzeuge und Geldstücke waren dabei‘, zählte de Beer hinterher zusammen.

Dass die Dortmunder Nummer 1 in seinem Sechzehner während des Spiels ein bisschen aufräumte, belohnte der Schiedsrichter dann auch noch mit der Gelben Karte: „Alles lag voll Papier, ich musste erst ein paar Klio wegräumen.“

Wett-Quoten zur WM 1990

Wer wird Fußball-Weltmeister, wer kommt ins Finale? Die Quoten bei „Sportwetten Bludenz“:

1. Italien 3,75 / 2
2. Brasilien 4 / 2,25
3. Holland 5 / 2,50
4. BRD 6 / 3
5. Argentinien 8 / 4
6. UdSSR 12 / 6
7. England 12 / 6
8. Spanien 14 / 7
9. Belgien 25 / 12
Jugoslawien 25 / 12
11. Uruguay 33 / 16
12. Schweden 40 / 20
13. Schottland 50 / 25
Rumänien 50 / 25
CSR 50 / 25
...
24. USA, Ägypten, VAE 2000 / 1000

Die gefundenen Geldstücke hat de Beer anscheinend nicht an den Verein weitergegeben, sondern selbst eingesteckt. Sonst hätten die Borussen vielleicht auch das nötige Pulver für Ulf Kirsten gehabt. Manager Michael Meier war schon zu Verhandlungen in Dresden, musste dann aber anerkennen, dass „letztlich wohl alles eine Frage des Geldes ist.“ Die Sachsen hatten schnell kapiert, wie die Marktwirtschaft tickt und forderten drei Millionen Mark (jetzt kommt der entscheidende Zusatz!) West.

WDR-Mitarbeiter Oppers jagt Hoeneß auf die Palme

Die Rubrik „Ballgeflüster“ lässt Lesern aus heutigen Zeiten einmal mehr die Haare zu Berge stehen. Dass Gladbachs Igor Belanow wegen Ladendiebstahls demnächst hinter „schwedische Gardinen“ muss, schmeckt fast schon nach „kaltem Kaffee.“ Denn es gibt zwei Meldungen, die wesentlich hanebüchener daher kommen: Der sonst so seriöse WDR latscht mit Karacho ins Fettnäpfchen und Peter Neururer kreiert den albernsten Spitznamen, der uns je unter gekommen ist. Lachen Sie mit!

„Hohe Wellen schlug in München ein Beitrag des WDR-Fernsehens. Sportmoderator Rüdiger Oppers hatte am Donnerstag im ‚Schaufenster Düsseldorf‘ der ‚Aktuellen Stunde‘ Fortunas Flügelflitzer Tony Baffoe interviewt. ‚Sie sind doch ein cleverer Zeitgenosse?‘ Baffoe: ‚Naja.‘ Oppers: ‚Nicht so doof wie alle anderen Bundesligaspieler.‘ Baffor: ‚Nennen Sie doch Namen.‘ Oppers: ‚Den Klaus Augenthaler vom FC Bayern zum Beispiel.‘ Baffoe, sichtlich verstört: ‚Hm.‘ Oppers: ‚Naja, der hat

Der "Schnoppes der Woche" geht an: Christian Hochstätter.

ja noch was im Kopf, aber die anderen Bayern-Spieler sind wirklich blöd.‘ Auch Bayern-Manager Uli Hoeness bekam sein Fett ab. Oppers: ‚So ein Mensch disqualifiziert sich doch selbst.‘ Der Düsseldorfer Studioleiter Cornelius Bormann meint zwar: ‚Das ging in die Hose. So etwas darf nicht ‘rausrutschen‘ und entschuldigte sich bei allen, die sich beleidigt fühlen.‘ Doch Hoeness fordert: ‚Ich hoffe, der Mann wird gefeuert.‘“

Rätselraten in der Redaktion: Wer ist Posi?

Um da noch einen drauf zu setzen, musste „Peter der Große“ schon alles geben. Und der Schalke-Coach enttäuschte nicht: „Am Donnerstagmorgen trainierte A-Jugendspieler Steinbach bei den Schalkern mit: Riesenstatur. Trainer Peter Neururer: ‚Ein Mike-Tyson-Verschnitt. Der ging im Training ran wie ein Stier, haute die Flankenbälle mit Kopf und Fuß ins Tor, war immer sofort in der richtigen Position und hatte gleich seinen Spitznamen ‚Posi‘ weg. Ich habe den Jungen sofort noch einmal zum Training bestellt.“

Die komlette RS-Redaktion ist auch 20 Jahre nach diesem Bericht noch fix und fertig, wir finden vor Ratlosigkeit kaum in den Schlaf. Wer die Frage, wie „Posi“ mit Vornamen heißt und was er heute macht, beantworten kann, schickt bitte eine Mail an presse@reviersport.de.

Wie man aber auf so einen debilen Spitznamen wie „Posi“ überhaupt erst kommen kann, fragen wir Neururer bei Gelegenheit am besten einfach mal selbst.

Lesen Sie in der nächsten Woche:
Schlagstock-Schutz für Schalker Spieler – Schlippis „schlimmster Tag in meinem Fußball-Leben.“

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