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Wettskandal
Erstes Urteil in Sicht

Offenbar steht im Wettskandal vor dem Bochumer Landgericht ein erstes Urteil an. Die Staatsanwaltschaft will das Verfahren der beiden Hauptangeklagten abtrennen.

Die 13. Strafkammer des Bochumer Landgerichts will das Verfahren gegen geständigen Nürettin G. und Tuna A., die von der Staatsanwaltschaft zur Führungsebene der Wettmafia gewählt werden, abtrennen. "Dann könnten wir schnell zu einem Urteil kommen", sagte der Vorsitzende Richter Carsten Schwadrat am 15. Verhandlungstag am Mittwoch.

Gegen die Mitangeklagten Stevan R. und Kristian S., die bislang kein umfassendes Geständnis abgelegt haben, würde dann gesondert weiter verhandelt. Nürettin G. und Tuna A. müssen jedoch noch erklären, dass sie die Höhe der in der Anklageschrift genannten Wettbeträge nicht bestreiten. Dann bliebe dem Gericht eine weitere Beweisaufnahme, etwa durch Vorlage der Telefonmitschnitte, erspart. Der Prozess, der am 6. Oktober 2010 begann, wird erst am 9. Februar fortgesetzt. Das Urteil gegen G. und A. könnte noch im Februar gesprochen werden.

Danach ist mit dem zweiten Prozess gegen die mutmaßlichen Haupttäter Ante S. und Marijo C. zu rechnen, gegen die in der vergangenen Woche Anklage erhoben wurde. Das Duo, das mit vier mutmaßlichen Mittätern vor Gericht stehen wird, soll insgesamt 550.000 Euro aufgewendet haben, um Spieler und Schiedsrichter zu bestechen. Mit 3,5 Millionen Euro Einsatz soll es 2,8 Millionen Euro Gewinn erzielt haben.

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