Startseite » Fußball » 2. Bundesliga

Hertha - Union 1:2
Außenseitersieg vor Rekordkulisse

Hertha BSC hat im Berliner Derby gegen Union Berlin wichtige Punkte um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga eingebüßt. Die Babbel-Elf verlor 1:2 (1:1).

Vor der Rekordkulisse von 74.244 Besuchern mussten sich die Herthaner nach einer enttäuschenden zweiten Halbzeit gegen Union Berlin mit 1:2 (1:1) geschlagen geben und kassierten nach drei Siegen in Folge die erste Niederlage der Rückrunde.

Abwehrspieler Roman Hubnik (13.) hatte die Gastgeber in Führung gebracht, John Mosquera (37.) und Torsten Mattuschka (72.) machten den Sieg für die Gäste perfekt, die im Abstiegskampf nach zuvor zwei Niederlagen ein wichtiges Erfolgserlebnis verbuchten.

Berlin: Aerts - Lell, Hubnik, Mijatovic, Kobiaschwilli - Niemeyer (87. Lustenberger), Raffael - Rukavytsya, Ronny (80. Domowtschiski) - Friend, Ramos.
Union: Höttecke - Menz, Stuff, Göhlert, Kohlmann - Peitz, Parensen (4. Thomik) - Kolk (86. Brunnemann), Mattuschka, Ede (57. Benyamina) - John Jairo Mosquera.
Schiedsrichter: Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)
Tore: 1:0 Hubnik (13.), 1:1 John Jairo Mosquera (37.), 1:2 Mattuschka (71.)
Zuschauer: 74.244 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Lell (3), Raffael (3) - Peitz (8), Benyamina (2), Kohlmann (4)

Die Gastgeber eröffneten das Stadtderby mit viel Offensivdruck. Im Mittelfeld spielten Raffael und Adrian Ramos zunächst ihre technischen Vorteile aus und leiteten in den ersten 20 Minuten Chancen im Minutentakt ein. Unions Abwehr geriet gehörig ins Schwimmen und hatte nach 13 Minuten nur das Nachsehen. Nach einer Hereingabe von Kapitän Andre Mijatovic stand der aufgerückte Manndecker Hubnik am langen Pfosten und köpfte ein.

Union hatte große Mühe mit dem anfänglichen Angriffsschwung der Gastgeber und wusste sich oftmals nur mit Fouls zu helfen. Mittelfeldspieler Dominik Peitz holte Ramos mehrfach von den Beinen, ehe er gegen Nikita Rukavytsya Gelb sah. Hertha hielt dagegen. Nach einem Zweikampf mit Peter Niemeyer musste Michael Parensen vom Feld getragen werden und durch Paul Thomik ersetzt werden.

Mit der 1:0-Führung im Rücken schalteten die Herthaner Mitte der ersten Halbzeit einen Gang zurück. Union nutzte den Raum im Mittelfeld jedoch nicht und agierte im Aufbau zu durchsichtig. Wie aus heiterem Himmel fiel in der 37. Minute das 1:1. Rubnik ging an der Strafraumgrenze gegen Musquera nicht mit genug Herz zur Sache, der Stürmer überraschte Hertha-Keeper Maikel Aerts mit einem Heber ins lange Eck.

Nach dem Ausgleich geriet Union außer Rand und Band. Die Fans brannten Feuerwerkskörper und Bengalische Feuer ab und legten das Olympiastadion minutenlang in Rauchschwaden. Rund 15.000 Fans hatten Union in den Westen der Stadt begleitet. Die insgesamt 74.244 Zuschauer sorgen für den besten Besuch eines Zweitligaspiels seit dem 2:0-Erfolg von Hertha im Frühjahr 1997 gegen den 1. FC Kaiserslautern vor 75.000 Besuchern.

Spieltag

2. Bundesliga

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

RevierSport Digital

Im günstigen Abo oder als Einzelheft

Jeden Montag und Donnerstag Fußball ehrlich und echt von der Bundesliga bis zur Bezirksliga. Im günstigen Abo oder als Einzelheft auf ihrem PC, Mac oder mobilem Endgerät.