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Brasilien
Millionenstrafe für Wettskandal-Schiri

Sechs Jahre nach dem größten Wettskandal im braslilianischen Fußball sind die ersten Urteile gefallen. Die Geldstrafen belaufen sich auf rund 70 Millionen Euro.

Knapp sechs Jahre nach dem größten Wettskandal in der brasilianischen Fußballgeschichte hat ein Gericht in Sao Paulo hohe Geldstrafen verhängt. Der Ex-Schiedsrichter Edílson Pereira de Carvalho sowie der brasilianische Verband CBF müssen insgesamt rund 70 Millionen Euro an Entschädigung zahlen. Das in erster Instanz erteilte Urteil kann noch angefochten werden.

Pereira hatte 2005 von der sogenannten "Mafia der Pfeife" (Máfia do Apito) Geld erhalten, um für deren Wetten günstige Resultate in insgesamt elf, später annullierten Erstligaspielen in die Wege zu leiten. Der CBF wird vom Gericht vorgeworfen, mit der Benennung eines "parteiischen Schiedsrichters" seiner Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen zu sein.

Die genaue Aufteilung der Strafe wird erst am Montag veröffentlicht. Falls Pereira aber seinen Teil nicht aufbringen kann, muss die CBF als "Kreditgeber" einspringen. Prozessspezialisten in Brasilien gehen jedoch davon aus, dass sich der Fall mit allen Einspruchsmöglichkeiten noch auf Jahre hinauszieht.

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