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Play-off-Viertelfinale
Starker Fight der RWE Volleys

Viel fehlte nicht für eine Sensation in der Bottroper Dieter-Renz-Halle, oder aus der Sicht der Gäste: Der SCC Berlin ist mit einem blauen Auge davongekommen.

Die RWE Volleys hatten so eben den 2:2-Ausgleich geschafft, da skandierten die euphorisch gewordenen Zuschauer das ansonsten aus dem deutschen Profifußball nur allzu gut bekannte „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.“ In diesem Fall aber sehnten sich die Anhänger des Bottroper Volleyball-Bundesligisten nach einem dritten Spiel gegen den SCC Berlin im Play-off-Viertelfinale, dem Entscheidungsspiel.

Dazu sollte es dann aber doch nicht kommen. Der entscheidende fünfte Satz ging mit 15:11 an den SCC. Nach dem 1:3 im Hinspiel am vergangenen Samstag also mussten sich die Bottroper am Dienstagabend vor rund 400 Zuschauern mit 2:3 (15:25/ 25:21 / 24:26 / 25:20/ 11:15 ) geschlagen geben. Nach dem guten sechsten Platz in der Hauptrunde hat das Team von Trainer Teun Buijs damit auch in den Play-offs einen wahrlich überzeugenden Eindruck hinterlassen. Das musste auch der Coach der Berliner, Mark Lebedew, eingestehen: „Es hat gereicht, aber wir hatten auch Glück. Ich habe zwischendurch schon gedacht, dass wir hier verlieren könnten.“ Etwas großspurig fügte der Australier anschließend noch hinzu: „Aber wir verlieren nie.“

Zufrieden konnte an diesem Abend tatsächlich nur die Heimmannschaft sein, auch wenn es letztendlich nicht zu dem ganz großen Wurf gereicht hat. „Wir haben alle zusammen gekämpft und einen versöhnlichen Saisonabschluss gefeiert“, betonte Lukas Kampa. Der Zuspieler der RWE Volleys wurde erneut zum MVP (Most Valuable Player) gewählt. Diese Auszeichnung aber wollte der Nationalspieler nicht für sich beanspruchen: „Die Medaille muss durch 12 oder 13 geteilt werden, denn auch die Fans waren wieder klasse.“

Dass die Entscheidung tatsächlich erst im fünften Satz fallen würde, war zu Beginn nicht zu erwarten. Denn der erste Durchgang ging deutlich an die Berliner. Von da an hatten die Bottroper ihre Nervosität abgelegt und es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Die RWE Volleys gingen gar in Führung und bewahrten sich auch den Vorsprung. Tim Elsner schmetterte den dritten Matchball zum 25:21 ins gegnerische Feld – der Ausgleich zum 1:1. Immer wieder Aleksandar Spirovski hieß es anschließend. Der Serbe hatte bereits im Hinspiel einen starken Auftritt hingelegt. Und auch am Dienstagabend fand der Diagonalangreifer stets die Lücke und platzierte den Ball ohne Abwehrchance ins Feld der Bottroper. Dennoch, das Team von Kapitän Joram Maan konterte und schaffte zum Satzende den Ausgleich: 23:23, 24:24. Die große Chance, in Führung zu gehen, war da. Aber die Berliner holten sich mit 25:23 den Satz.

Die RWE Volleys steckten aber auch anschließend nicht auf, im Gegenteil. Beim Stand von 9:5 aus Sicht des Heimteams kehrte bei den Gästen Salvador Hidalgo Oliva zurück, das Spiel der Berliner blieb aber fehlerhaft. 25:20 für Bottrop – der Entscheidungssatz musste her. In dem allerdings bewies der SCC, der die Normalrunde auf Platz drei beendet hatte, Nervenstärke und beendete den engen Fight an diesem Abend mit 15:11. Gefeiert wurden die RWE Volleys anschließend aber freilich dennoch.

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