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Hassan's Corner
Elf Brom-Bären und ein Hauch von Asterix

Der Ball rollt und die Männer haben am Wochenende endlich wieder was zu tun. Trotz aller Freundlichkeit verteilte der FC Schalke 04 keine Geschenke, ok fast keine...

FC Teningen gegen FC Schalke 04 – 1:11

Mein Name ist Hassan Talib-Haji. Ich bin 29 Jahre alt und wurde am 23. November 1981 in Mombasa, Kenia geboren. Nach dem Tod meines leiblichen Vaters bin ich mit meiner Mutter nach Deutschland gezogen. Sie hat einen deutschen Fabrikarbeiter geheiratet. Mein Stiefvater machte aus mir einen wahren Schalker Bengel. Als Kleinkind fand ich mich schon im alten Parkstadion wieder. Ich bin mittlerweile seit über 25 Jahren Schalker und hab schon die ein oder andere Träne verdrücken müssen. Aber so ist das als Schalker. Freud und Leid liegen manchmal sehr eng beieinander. Um das zu untermauern erzähle ich euch von meinem schönsten Erlebnis!
Es war der Abend des UEFA-Cup-Sieges 1997. Ich habe damals alle Spiele mit unserem “VHS-Dinosaurier-Videorecorder” aufgenommen. Das Finale wurde auf der heimischen Couch gesehen. Damals wohnte ich noch in einem kleinen 400 Seelen Dorf, bestehend lediglich aus einer langen Straße. Ich war 16 Jahre alt und durfte mit meinem Vater das erste Bier meines Lebens trinken. Es blieb natürlich nicht bei einem. Als Wilmots den letzten Elfer verwandelt hatte, bin ich volltrunken mit meinem Vater in kompletter Schalkemontur die lange Straße lautstark gröhlend rauf und runter getorkelt… Plötzlich gingen überall die Lichter an und die Türen auf, da haben wir zugesehen, dass wir schnell wieder verschwinden. Ein unvergesslicher Abend!
Ich leite auf Facebook die FC Schalke 04 Fan-Community und habe eine eigene Werbseite. www.hassanscorner.de ist ein Blog für den FC Schalke 04.
Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit der RevierSport und werde die Saison aus Schalker Sicht für euch begleiten.
Ich wünsche viel Spaß in Hassan’s Corner, hier auf RevierSport.de

Erste Halbzeit

3. Minute – 0:1 Klaas-Jan Huntelaar
Tatü, tata... Die Schönheits-Farm ist da. Nein, das ist keine neue Reality-Soap eines Kölner Intelligenz-Senders, sonder einfach nur 11 Männer in Ultra-Beauty! Da staunten die Teninger nicht schlecht. Unsere Brom-Bären haben kurz durchgepustet und schon zappelt der Ball im Netz. Ralf Rangnick will aggressives Pressing sehen, doch Schalke 04 zeigt sich erstmal wie ein sturer Esel und macht’s auf die altbewährte Art. Standard, Kopfball – Tooor. Christian der Fuchs mit einem präzisen Ball in den Fünf-Meter-Raum. Kurzfristig muss Torwart Alexander Ernst eine Klebstoffmarke als Sponsor gefunden haben. Der rührt sich ja gar nicht, muss wohl ein tolles Produkt sein.

6. Minute – 0:2 Kyriakos Papadopoulos
Hobby-Förster Alexander Baumjohann, kurz „Baumi“, jagt die erste Ecke in den Strafraum. Plötzlich rollt der Panzer – der Gyrospanzer! Kyriakos „Papa“ Papadopoulos steht in der Luft wie das Sirtaki-State-Building und köpft zum Ausbau der Führung. Wie im Umgang mit der Weiblichkeit war es auch in dieser Szene. Wie du’s nämlich als Mann machst, machste's verkehrt. Alexander Ernst mit dem nächsten Bock. Ernst ist der wohl älteste Spieler dieser DFB-Pokalsaison. Dem sein erstes Weihnachten, war das erste Weihnachten!

13. Minute – 0:3 Raul Gonzalez Blanco
Na, wo dreht der Förster am liebsten auf? Richtig, auf’m satten Grün. Baumi wieder in Aktion, bringt die Flanke schön in Richtung von Raul. Der köpft locker ein. Diesmal war Torwart Ernst vollkommen machtlos!

20. Minute – 1:3 Florian Kirstein
Dann der Moment den ganz Teningen nicht mehr vergessen dürfte! Außer Montagmorgen vielleicht, wenn dann der Kater einsetzt und die Frau neben dir nicht deine eigene ist. Freistoß irgendwo in den Karpaten. Damit die Jungs auch mal in den Strafraum eindringen können, bringen sie den Ball hoch und weit rein. Benedikt Höwedes hat’nen Wolkenbruch in der Schaltzentrale und Kirstein köpft mit seiner blanken Pläte den Anschlußtreffer. Lars Unnerstall sieht zumindest unglücklich aus.

22. Minute – 1:4 Klaas-Jan Huntelaar
Zwei Minuten freuen durften sich die tapfer kämpfenden Männer aus Teningen! Dann schlug der Hunter wieder zu. Diesen Sonntag gab nur ein Lewis Vollgas. Aber nicht Lewis Hamilton in seiner Kiste, sondern Lewis Holtby im Trikot der Knappen! Er tankt sich auf halbrechts durch und legt ab – Huntelaar hält den Fön hin, drin.

32. Minute – 1:5 Raul Gonzalez Blanco
Nicht nur beim Tennis siehst du einen guten Lob. Auch bei Schalke 04, zumindest wenn Raul Gonzalob Blanco auf dem Feld steht. „Papakloppoulos“ mit schöner Spieleröffnung. Gezielt kommt sein Ball zu Lewis Holtby, der direkt zu Raul. Der Senor vernascht den Verteidiger, wie kleine Kinder die Schokolade. Was der mit dem Ball macht und vor allem kann, dass hat schon spanisch-südländische Liebhaberqualitäten. Sein gekonnter Lupfer über Torwart Ernst war alleine schon das Eintrittsgeld wert.

39. Minute – 1:6 Klaas-Jan Huntelaar
Schalke 04 kann’s nicht nur technisch,sondern auch anders. Immer wieder Lewis Holtby, dieses Mal wurschtelt er sich in bester Ulf-Kirsten-Manier durch. Was die Abwehr der Teninger macht wenn es Nacht wird, ist mir unbekannt, wenn es hell ist scheinen sie zumindest gerne mit sich selbst zu spielen. Wie beim Billiard prallt die Kugel von einer Bande zur anderen. Gouda-Bomber Huntelaar steht mal wieder richtig und haut das Ding in die Maschen!

Halbzeitpause
Schalke 04 machte schnell klar, wer Chef im fremden Haus ist. Die armen Jungs aus Teningen konnten einem schon fast leid tun. Die kamen so gut wie nie über die Mittelinie. Höchtens zweimal und dabei schossen sie ein Tor. Eiskalte Vollstrecker eben!

Zweite Halbzeit

58. Minute – 1:7 Lewis Holtby
Nun hat auch Lewis Holtby seine gute Leistung mit einem tollen Tor krönen können. Julian Draxler mit gutem Zuspiel auf Holtby – der macht kurzen Prozess. Er schiebt den Ball unter Ernst durch.

64. Minute – 1:8 Klaas-Jan Huntelaar
Also, wer vor diesem Sonntagnachmittag nicht wusste, wie man den Namen unseres Torjägers schreibt, der hatte viermal Gelegenheit das zu üben! Ein Sahnetag für das Selbstvertrauen eines Stürmers. Schalke 04 schraubt eindeutig das Tempo nach unten, dennoch kombinieren sich sich wunderbar durch. Huntelaar bildet das Ende der Kette und netzt erneut ein.

70. Minute – 1:9 Mario Gavranovic
Was imponierte, war dass Schalke 04 den Gegner ernst genommen hat. Das haben die Jungs aus Teningen auch verdient gehabt. Allerdings wurde ab der 70. Minute bei den Teningern gepumpt wie bei einem Blasengel – sie waren eindeutig platt. So hatte sich Raul wieder davon gemacht und flankt vom linken Strafraumeck schön in die Mitte. Mario Gavranovic steigt hoch zum Kopfball – Ernst pariert super, doch der zweite Ball landet genau vor Gavranovic – Bumm, Tor. Tja. Mit dem „Zweiten“ kickst du besser...

74. Minute – 1:10 Lewis Holtby
Freude, Spielwitz oder einfach nur „Bock auf kicken“ – das ist Lewis Holtby. Wenn der sich einen Rauschebart wachsen lässt, dann bräuchte der an Karneval keine Verkleidung. Schwedische Wikinger sind stark im Kommen! Trägt er das Schalker Trikot ist aber Schluss mit lustig. Aus 17 Metern macht er ernst mit Ernst, und schiebt das runde Leder ins rechte Eck. Nun ist es zweistellig!

Quelle: www.oli-vier.de

78. Minute – 1:11 Mario „Gavranovix“
Doppelte Panne beim ZDF. Mario Gavranovic hatte bereits das 1:9 gemacht und wurde als Torschütze mit dem Namen „Mario Gavranovix“ eingeblendet. Gut, ein Fehler – kann mal passieren. Jetzt schießt der gute Junge wieder ein Tor und das ZDF macht ihn erneut zum Gallier. Entweder haben die vom letzten Länderspiel noch jede Menge Bier des Sponsors übrig, oder einen IQ wie Obelix. Man weiß es nicht. Fußball gucken die jedenfalls nicht oft. Zurück zum Tor. Das hatte auch seine Würze... Mario Gavranovic muss, wenn Raul erzählt, ordentlich die Lauscher aufmachen. Laut Kabinengezwitscher erinnert er jetzt an Mr. Spock aus Raumschiff Enterprise. Zumindest darf ihn jetzt jeder als Schlitzohr bezeichnen! Torwart Ernst ist im Tiefschlaf und Gavranovic lauert hinter ihm. Nichtsahnend legt er sich den Ball vor. Unser Schlitzohr klaut ihm die Pille, legt ihn mit einer Körpertäuschung auf den Hosenboden und macht den Endstand perfekt.

Fazit
Schalke 04 gibt sich keine Blöße und schießt den Siebtligisten aus dem Wettbewerb. Deren Spieler zeigten sich, trotz der großen Schalker Überlegenheit, als faire Sportsmänner. Am Samstag müssen die Knappen erneut auswärts ran, dann wartet aber ein anderes Pfund – der VfB Stuttgart. Kleiner Trost für Teningen: In einem waren die tapferen Helden den Schalkern weit weit voraus – in der Chancenverwertung! Hört hört...

Bitte nicht verklagen, ich bin schon arm genug!

hassanscorner.de/

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