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S04: Pfiffe gegen Jurado
Heldt und Metze nehmen Spanier in Schutz

(3) Kommentare

Schalkes Christoph Metzelder hatte nach dem 3:1-Sieg gegen Augsburg Mitleid mit ihm. Und Horst Heldt fand die Kritik größtenteils unberechtigt.

Viele Zuschauer in der Arena aber hatten mal wieder ein Problem mit dem Auftritt von Jurado. Der Spanier, der in der vergangenen Saison vor allem in der Champions League seine herausragenden Fähigkeiten angedeutet hatte, war beim 3:1-Sieg gegen den FC Augsburg der einzige Schalker Verlierer. „Er saß wie ein Häuflein Elend in der Kabine“, berichtete Christoph Metzelder.

"Jose war körperlich am Ende"

Das hatte aber nicht nur seelische Ursachen beim sensiblen Spanier. Nach harten Wochen auf der Bank durfte er gegen Bukarest und nun gegen Augsburg von Beginn an ran. Für den feinen Techniker eine wohl zu hohe körperliche Herausforderung. „Jose war körperlich am Ende. Er hat lange nicht gespielt und jetzt zwei Partien hintereinander gemacht. Ihm fehlt völlig der Rhythmus“, wusste Metzelder. „Dass sich bei fehlender körperlichen Frische auch Fehler einschleichen, ist normal. Er hat seine spezielle Spielweise, wenn es gut läuft, begeistert er dadurch, aber wenn nicht, hat er vielleicht nicht den Kampfgeist eines deutschen Spielers.“

Über die Pfiffe des Publikums hatte er mit Jurado lieber nicht gesprochen, um den verunsichert wirkenden Profi nicht zusätzlich zu belasten. Auch Manager Horst Heldt bescheinigte Jurado bewusst ein „gutes Spiel“. Der ballverliebte Offensivkicker hätte diszipliniert nach hinten gearbeitet und wäre mit zunehmender Spieldauer an seine konditionellen Grenzen gestoßen. „Er hat manchmal Szenen, aus denen er mehr machen kann, wie zum Beispiel, als Raúl ihn über rechts einsetzen wollte“, übersah Heldt aber nicht die Situation, nach der Jurado bei den Anhängern endgültig verspielt hatte.

"Er ist noch jung und wird an sich arbeiten"

Schalkes Manager scheint an das Gute im Menschen zu glauben und will den 13-Millionen-Euro-Einkauf in der Winterpause nicht abgeben. „Er ist noch jung und wird an sich arbeiten“, denkt Heldt. Anfragen gäbe es für den Ex-Madrider übrigens auch nicht und Jurado selbst habe keine Absicht geäußert, Schalke verlassen zu wollen.

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KOMMENTARE

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  • Herold 06.12.2011 17:21 Uhr
    Ich glaube ich sehe nicht richtig,nach 2 Spielen am Rand der Belastbarkeit.
  • Ronnie P. 06.12.2011 18:10 Uhr
    okay, ich beachte die Netiquette..aber ich möchte doch sehr deutlich machen, dass hier viel zu viele Leute nichts von gutem Fußball verstehen. Jurado ist der beste Techniker, den Schalke jemals in seinen Reihen hatte! Und er ist lernwillig... wenn man es schafft, ihn entsprechend zu führen! Mit Pfiffen funktioniert das nicht!! Denkt mal darüber nach, ob Malocher wie Jones oder Kluge uns an das Ziel führen können, endlich mal Meister zu werden, oder ob das nicht erst -ergänzend- durch noch zu schleifende Diamanten wie Jurado möglich ist...ganz davon abgesehen, dass sein Marktwert mit Pfiffen nur weiter sinken würde. Was hier extrem viel wäre, vor allem für Malocher !! ICH persönlich bin überzeugt davon, dass er uns noch viel Freude macht, wenn ihr die Geduld von Metze und HH teilen könnt. Wie wär es also mal mit JU-RA-DOOOO ?!!!
  • Blue 06.12.2011 19:29 Uhr
    Pfiffe gegen Jurado im eigenen Stadion bei einer 3-1 Führung geht gar nicht.
    Aber es ist ja Schalker Tradtion einzelne Spieler auszupfeifen, leider.
    Aber ich würde Jurado nicht vermissen, wenn er im Winter wechseln würde, denn richtig gute Spiele hat er bisher nicht gezeigt und konditionell liegt einiges im Argen.

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