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Brasilien
Stadionverbot nach Fankrieg

Als Reaktion auf den "Fankrieg" in São Paulo hat der regionale Fußball-Landesverband FPF für die beiden größten Fanklubs Brasiliens die Tore zu den Stadien verriegelt.

Bei der Massenkeilerei am Sonntag im Vorfeld des Lokalderbys zwischen SE Palmeiras und Corinthians SC war ein Palmeiras-Anhänger durch einen Kopfschuss tödlich verletzt worden.

Die Corinthians-Gruppe "Gaviões da Fiel" zählt rund 70.000 eingeschriebene Anhänger, die "Mancha Alviverde" von Palmeiras knapp 65.000. Das Treffen zur gewalttätigen Auseinandersetzung, bei der nach letzten Meldungen zwei weitere Personen durch Schüsse und fünf durch Schläge sowie Steinwürfe ernsthafter verletzt wurden, war wohl über das Internet abgesprochen worden.

Die "Mancha Alviverde" ist die Nachfolge-Organisation der "Mancha Verde", die 1995 nach der sogenannten "Schlacht im Pacaembu-Stadion" von der Justiz aufgelöst worden war. Damals hatten Palmeiras-Fans das Spielfeld gestürmt und die "Torcida Independente" vom FC São Paulo in die Mangel genommen. Ein Toter und 110 Verletzte war die Schreckensbilanz.

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