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Lato darf bleiben
Revolution in Polens Verband scheitert

Grzegorz Lato wird aller Voraussicht nach als Präsident des polnischen Fußball-Verbandes (PZPN) die anstehende EM-Endrunde in seinem Land erleben.

Nachdem am Donnerstag innerhalb des 17-köpfigen PZPN-Vorstandes eine Rebellion gegen Lato gescheitert ist, wird der WM-Torschützenkönig von 1974 seinen Posten offenbar noch bis zum Ende seiner Amtszeit im Oktober behalten.

Lato, der 2008 das Amt angetreten hatte, steht nach diversen Korruptionsskandalen sowohl intern als auch in der Öffentlichkeit in der Kritik. Einige seiner Gegner hatten eine Ablösung des 61-Jährigen noch vor dem EM-Start gefordert. Eine Mehrheit für eine vorgezogene Vollversammlung gab es allerdings nicht, dafür wurde für den 18. April ein Treffen vereinbart, bei dem sich die Verbandsführung ausschließlich mit dem Thema Korruption beschäftigen wird.

Zudem wurde für den 26. Oktober eine außerordentliche Jahreshauptversammlung einberufen, auf der ein Nachfolger für Lato gefunden werden soll. "Das ist kein Kompromiss, aber wir haben in wenigen Wochen eine große Veranstaltung vor der Brust, die viel Energie von uns verlangt", sagte Jacek Masiota als Sprecher der Lato-Gegner. Lato hatte bislang alle Bestechungsvorwürfe bestritten und seinen Gegnern mit Klage wegen Rufmord gedroht.

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