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Prozess in Neapel
Balotelli und die Paten

Der italienische Nationalspieler Mario Balotelli (Manchester City) ist von der Staatsanwaltschaft Neapel als Zeuge in einem Geldwäscheprozess vorgeladen worden.

Bis zum 11. Dezember muss der 22-Jährige vor Gericht im Rahmen eines Prozesses wegen Geldwäsche in Neapel aussagen. Die Staatsanwälte wollen die Beziehungen zwischen Balotelli und dem wegen Mafia-Verstrickungen bekannten Unternehmer Marco Iorio klären. Dieser hatte Balotelli im Juni 2010 mit zwei Bossen der Camorra, dem neapolitanischen Arm der Mafia, durch Neapels Drogenviertel Scampia begleitet. Dabei hatte sich Balotelli zum Erinnerungsfoto mit den zwei Paten abbilden lassen.

Fußball und Camorra liegen in Neapel eng beieinander

Der hitzköpfige Angreifer ist nicht der einzige Fußballer, der in Italien wegen Bekanntschaften mit Mafiosi in Schwierigkeiten gerät. In den 80er Jahren war Diego Armando Maradona in seiner Zeit beim SSC Neapel mit zwei prominenten Camorra-Bossen fotografiert worden. Der argentinische Superstar musste sich deshalb vor der Polizei rechtfertigen.

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