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BFDL: Trainerwesen
Leverkusener Modell könnte Schule machen

Der Bund Deutscher Fußball-Lehrer sieht das "Leverkusener Modell" mit Doppel-Spitze noch kritisch, will sich aber für eine Neuregelung des Trainerwesens öffnen.

"Früher war der Trainer ein Mädchen für alles. Heute entwickelt sich der Fußball hin zu Spezialisten. Und diese Entwicklung wird weitergehen. Deshalb muss man gegebenenfalls darüber nachdenken, ob es für die Zukunft auch andere Modelle gibt als das derzeit gültige", sagte BDFL-Präsident Lutz Hangartner. Dabei denkt der frühere Zweitliga-Coach des SC Freiburg vor allem an das englische Modell eines Teammanagers, "einen Ober-Chef, der delegiert und mit ausführenden Assistenten arbeitet, die vielleicht nicht alle zwingend eine Lizenz brauchen".

Dass Bayer Leverkusen derzeit auf den offiziellen Trainer Sascha Lewandowski und Teamchef Sami Hyypiä setzt, betrachtet der BDFL aufgrund der Rechtslage mit Argusaugen. "Ganz begeistert sind wir nicht davon", sagt Hangartner: "Aber wir können damit leben, weil Lewandowski anscheinend als Cheftrainer fungiert. Doch was intern passiert, weiß niemand, und wir wollen auch nicht spionieren."

Historisches Beispiel als Präzedenzfall

Laut Aussage von Bayers Sportchef Rudi Völler hat in Zweifelsfällen jedoch der lizenzlose Hyypiä das letzte Wort. "Das so nach außen zu tragen, war sicher nicht glücklich", sagt Hangartner, der klarstellt, dass sein Verband "grundsätzlich natürlich vehement gegen Scheinregelungen ist. Aber wir würden nicht aktiv werden, das ist Sache der DFL."

Bei Diskussionen mit Vereinen begegnet den Verbänden laut Hangartner sowieso immer wieder dasselbe Gegenargument: "Dann verweisen die Vereine immer darauf, dass der DFB das Teamchef-Modell mit Franz Beckenbauer und Rudi Völler selbst praktiziert hat."

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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