“Die Qualität der Ligen ist deutlich gesunken“, begründet der Vorsitzende des Fußballausschusses, Wolfgang Jades, den Beschluss des Verbandes.
Immer mehr Mannschaften haben Probleme, ihre Zweitvertretugen in diesen Spielklassen quantitativ, geschweige denn qualitativ, ausreichend zu besetzen. Desweiteren haben Aufsteiger kaum Chancen, sich in den neuen Ligen zu etablieren. So sind statistisch gesehen neun von zehn Mannschaften innerhalb von zwei Jahren wieder in ihre vorherige Liga abgestiegen. „Durch die Reduzierung der Gruppen wollen wir die Kreisverbände stärken. Eine Bezirksliga ist keine höhere Kreisliga A“, festigt Jades den Standpunkt des Verbandes.
13/14: 1 Auf-, max. 9 Absteiger
14/15: 1 Auf-, max. 7 Absteiger
15/16: 1 Auf-, max. 6 Absteiger
Landesliga (Aus 3 LL werden 2 LL):
13/14: max. 3 Auf-, max. 20 Absteiger
14/15: max. 4 Auf-, max. 17 Absteiger
15/16: max. 4 Auf-, max. 10 Absteiger
Bezirksliga (Aus 8 BL werden 6 BL):
13/14: max. 8 Auf-, max. 51 Absteiger
14/15: max. 7 Auf-, max. 47 Absteiger
15/16: max. 6 Auf-, max. 24 Absteiger
Kreisliga:
13/14: max. 24 Aufsteiger
14/15: max. 21 Aufsteiger
15/16: max. 18 Aufsteiger
John von Zons, Geschäftsführer des Oberligisten SV Uedesheim, stimmt dem Verband zu: „In unserer letzten Landesliga-Saison haben wir einige Partien fast zweistellig gewonnen. Das ist nicht Sinn und Zweck einer solchen Klasse.“
Zwar treffe dieses Vorgehen viele Vereine hart, dennoch sei die Vorgehensweise des Verbandes allgemein richtig. „Einzig die Ligengröße muss dabei im Rahmen bleiben“, merkt von Zons an. Eine 18er-Gruppe sei für die Vereine das maximal Zumutbare.
Für Oliver Knote, seinerseits erster Vorsitzender des Bezirksligisten FC Meerfeld, sei die Entscheidung für die Ligenreform zwar ein „Hammerschritt, aber es geht wohl nur so.“ Knote jedenfalls ist von der Richtigkeit der Beschlüsse überzeugt. „Die Reform führt auch zu einem höheren Zuschauerinteresse. Bei unserem letzten Lokalderby hatten wir über 250 Besucher. Das ist grandios.“
Bis zum 15. Mai haben die Vereine Zeit, Gegenvorschläge zu den aktuell verbreiteten Reformplänen zu präsentieren. Gemessen an den Eindrücken der ersten Sitzung, dürfte nicht mit einer Protest-Welle zu rechnen sein.
