In der kommenden Spielzeit und wohl nicht in Liga drei, geht Kapitän Andreas Luthe in sein 13. Jahr im VfL-Trikot. Macel Maltritz in sein zehntes Profijahr. Die beiden Urgesteine haben in ihrer VfL-Karriere auf eine Art Achterbahn Höhen und Tiefen erlebt. Am Freitagabend bei Nieselregen in Sandhausen musste das Duo erkennen, dass es im Profifußball auch für sie immer noch Neuland gibt. Zwei dutzend Torchancen in nur 90 Minuten, um am Ende einen 1:0 Auswärtssieg einzufahren, das hatten beide noch nie erlebt und so standen sie auch am Tag nach dem Spiel beim Regenerationstraining noch unter dem Eindruck des Erlebten.
Der Torhüter verriet: „Ich bin in meinem Kasten fast wahnsinnig geworden. Was wir an Chancen haben liegen lassen, reicht normal für eine Halbserie.“ Doch auch der Torwart spürt, dass mit dem neuen Trainer auch das Glück zurückkehrt: „Wenn du so viele Chancen auslässt, dann fängst du dir noch einen, aber momentan gehen dann diese Bälle nicht in unser Tor.“
Für Euphorie war im Kopf des Keepers kein Platz: „Wir haben einfach nur unsere Pflicht erfüllt und Punkte geholt, die wir im bisherigen Saisonverlauf zuweilen sträflich haben liegen lassen.“
Und dann musste der Kapitän zwangsläufig noch einmal an die vergebenen Chancen denken: „Letzte Woche beim Training habe ich selber einmal eingenetzt. Ich muss mir ernsthaft überlegen, ob ich nicht einmal vorne aushelfe.“
Dagegen sorgt sich Marcel Maltritz um seine Haarpracht: „Ich habe im Abwehrzentrum schon einige graue Haare bekommen, wenn ich gesehen habe, was wir da vorne alles verballert haben.“
Doch der Routinier war Manns genug, sich in die Kritik mit einzubeziehen: „Ich habe zwar das entscheidende Tor gemacht, hatte aber auch noch eine zweite und dritte große Möglichkeit, da habe ich mich in die Abschlussqualitäten meiner Kollegen eingereiht.“
Auch beim Innenverteidiger war keine Euphorie zu spüren, eher eine distanzierte Einschätzung der Leistung: „Spielerisch war das okay, wenn man die ersten 20 Minuten ausklammert, da haben wir zu viele Fehlpässe gespielt und waren teilweise richtig fahrlässig.“


















