Für die Sportfreunde Baumberg war dieser Treffer ähnlich wichtig, wie der etwas überraschende Pokalsieg unter der Woche beim SV Hö.-Nie. Der Klassenerhalt in der Oberliga ist so nämlich für die Elf von David Moreno in greifbare Nähe gerückt. „Das war ein so wichtiger Sieg. Die Jungs kriegen jetzt erst einmal zwei freie Tage, denn die meisten gehen auf dem Zahnfleisch“, pustete der Coach ganz tief durch.
TuRU: Agen – Steinfort, Willems, Kandora, Duran (86. Heuer) - Schweers, Wigger, Ph. Zilles (88. Afkir) - Cicem - López-Torres (76. Thederahn), Aleksic.
Schiedsrichter: Florian Kötter (Velbert).
Tor: 1:0 Klotz (85.).
Zuschauer: 130.
Dabei war der Sieg gegen den Favoriten TuRU Düsseldorf im Nachbarschaftsduell keineswegs unverdient. Immer wieder war es Keeper Björn Nowicki, der neben dem Torschützen Klotz mit einigen Glanzparaden zum Mann des Spiels avancierte. So parierte er zu Beginn der Partie einen Schuss des freistehenden Miguel López-Torres (13.), der auch wenige Minuten vorher schon aussichtsreich vertändelte (8.).
Doch auch die Gastgeber hatten Möglichkeiten. So stand Matchwinner Klotz plötzlich frei vor Jonas Agen, der in höchster Not rettete (29.). Praktisch mit dem Halbzeitpfiff war es Damian Kandora, der per Kopf auf der Linie die Führung der Baumberger verhinderte.
Frank Zilles war bedient und suchte die Hauptschuld an der schlechten zweiten Halbzeit bei Schiedsrichter Florian Kötter. Der Velberter „Riese“ ist am Niederrhein für seine offene und kommunikative Art bekannt. Mit dieser, und noch viel mehr mit der Leistung des Unparteiischen, mochte der TuRU-Coach nicht konform gehen: „Das war doch nicht mehr witzig. Warum pfeift der nicht einen Freistoß für uns und auf der anderen Seite alles?“, verstand Zilles die Welt nicht mehr.
Sein Gegenüber, Moreno, hatte keinen Grund, sich aufzuregen. Der am Saisonende scheidende Coach („Die beruflichen und privaten Umstände lassen es leider nicht weiter zu“) bestaunte lieber noch einmal das Tor von Klotz: „Eigentlich ist es nicht unsere Qualität, aus der Distanz zu treffen. Umso mehr freut es mich für meine Mannschaft.“ Mit weiteren Leistungen dieser Art werden die Sportfreunde auch nächste Saison wieder fünftklassig spielen dürfen.
