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Markus' BVB-Blog
Holt Euch den Henkelpott!

Ab sofort bieten wir auch einen BVB-Blog an. Und Markus Flügel ist aufgrund seiner Vita prädestiniert für diese Aufgabe. Viel Spaß bei Markus' BVB-Blog.

Sooooooooo....noch vier Tage bis zum großen Finale in Wembley! Auch wenn unser Trainer Jürgen Klopp im Vorfeld der letzten Bundesliga-Partie gegen die Traditionstruppe aus HOPPenheim nicht von einer Generalprobe sprechen wollte, so war es doch der letzte "Test" des BVB vor dem Endspiel in der Königsklasse gegen den selbsternannten "FC Feiern". Und wenn sich bewahrheitet, dass einer missglückten Generalprobe immer eine glanzvolle Premiere folgt, dann steht unserer schwattgelben Borussia ein grandioses CL-Finale am kommenden Samstag in London bevor.

Infos zu Markus Flügel: Jahrgang 1963, geboren und wohnhaft in Paderborn, eine erwachsene Tochter (ebenfalls Hardcore-BVB-Fan). Die Leidenschaft für den BVB wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Mein Vater Hans spielte von 1950-1957 beim BVB und war Mitglied in den Meistermannschaften 1956 und 1957.
Bereits in den letzten Spielen in der altehrwürdigen Kampfbahn "Rote Erde" wurde ich von ihm mitgenommen und seitdem hat mich das schwarz-gelbe Fieber gepackt.
Als Fan habe ich alle Höhen und Tiefen der letzten 43 Jahre erlebt, war u.a. beim Pokalsieg 1989 in Berlin und beim CL-Finale 1997 in München live vor Ort. Bei den Meisterschaften 1995 und 1996 war ich glücklicher Besitzer einer Dauerkarte, die ich später leider aus beruflichen Gründen aufgeben musste. In den Neunziger Jahren habe ich drei BVB-Bücher veröffentlicht und u.a. über die Ruhr-Nachrichten und mit Unterstützung von Bruno "Günna" Knust vertrieben.

Missglückt war der letzte Bundesliga-Auftritt der Saison in fast jeder Hinsicht. Nicht nur die vielen Unkonzentriertheiten im Abwehrverhalten und beim "letzten Pass" sondern auch der fast schon fahrlässige Umgang mit hundertprozentigen Torchancen treiben jedem Borussen-Fan im Hinblick aufs Finale Sorgenfalten auf die Stirn. Schließlich führten die angesprochenen Defizite zu einer Schlussphase, die an Hektik und ungewollter Dramatik kaum zu überbieten ist.

Zwei (berechtigte) Elfmeter nutzte der krasse Außenseiter aus dem Kraichgau in den Schlussminuten, um eine sich abzeichnende 0:1-Niederlage beim CL-Finalisten in einen knappen und letztlich entscheidenden 2:1-Sieg umzuwandeln. Durch die gleichzeitige Niederlage von Fortuna Düsseldorf in Hannover sprang Hoffenheim noch auf den nicht mehr für möglich gehaltenen Relegationsrang. Borussia brauchte die drei Punkte nicht mehr - dennoch kann der in der Endphase verspielte Sieg ungeahnt böse Folgen für das große Spiel in London haben.

Der Liveticker rund um das CL-Finale
reviersport.de/live/rs-spiel-x2658.html
Klopps vor dem Spiel ausgerufenes Ziel, mit einem "guten Gefühl" nach London zu fliegen, wurde nicht erreicht. Inwieweit sich eine Niederlage im letzten Bundesliga-Saisonspiel negativ in den Köpfen der Spieler einnistet, kann nicht abschließend und seriös beurteilt werden. Dazu war das Hoffenheim-Spiel für Borussia auch zu unbedeutend. Unsere Jungs haben im bisherigen Saisonverlauf jedoch des öfteren bewiesen, dass sie Negativ-Erlebnisse in der Bundesliga durchaus abhaken und sich auf folgende Großereignisse in der Champions-League neu und positiv fokussieren können.

Viel schwerer als das fehlende Erfolgserlebnis wiegt die Verletzung von Mats Hummels. Beim Zweikampf, der zum ersten Elfmeter führte, zog sich Borussias Abwehrchef eine schmerzhafte Sprunggelenksverletzung zu und musste sofort ausgewechselt werden. Sein Einsatz im Finale ist wahrscheinlich, aber nicht sicher. Ein Schock nicht nur für Jürgen Klopp, sondern für alle, die es gut mit Schwattgelb meinen. Nach Mario Götze droht in London somit der Ausfall eines weiteren absoluten Leistungsträgers.

Borussias Außenseiterrolle im Finale von Wembley wird damit noch ausgeprägter. Das jedoch könnte wiederum ein Vorteil sein, der die Problematik der bestehenden Personalprobleme ein wenig lindert. Fühlten sich unsere Jungs doch in der Vergangenheit in der Rolle des Underdogs stets pudelwohl.

Klopps vordringlichste Aufgabe in den Tagen vorm Finale wird nun darin bestehen, die in den vergangenen Wochen verlorengegangene Spannung in seinem Team wieder aufzubauen. Aber welcher Trainer, wenn nicht unser Kloppo, könnte eine solche Aufgabe besser und erfolgreicher bewältigen? Borussia hat, wenn man der öffentlichen Wahrnehmung und sogenannten Expertenmeinungen Glauben schenken mag, in London fast keine Chance. Aber genau die müssen unsere Schwattgelben nutzen.

Auf gehts, Jungs! Holt Euch den Henkelpott!

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