Die Stürmerin selbst, die sich im letzten Meisterschaftsspiel gegen Bad Neuenahr vor eineinhalb Wochen einen Außenbandriss im Fuß zugezogen hat, war kurz vor dem Abflug in die englische Hauptstadt zumindest guter Dinge, dass es mit einem Einsatz im Champions-League-Finale klappen sollte. "Beim Pokal-Finale habe ich schon gemerkt, wie gut es meinem Fuß wieder geht. Nach dem Schlusspfiff bin ich einfach auf den Rasen gelaufen und habe mit den anderen gefeiert. Und auch nach dem Abend ist nichts mehr zurückgekommen, der Fuß ist nicht dick geworden", blickt "Poppi" zurück.
Wenn sie nach vorne schaut, dann sieht sie London. Und die Möglichkeit, mit den Frauen des VfL Wolfsburg Vereinsgeschichte zu schreiben. "Das wäre natürlich schön, wir wollen unser Bestes geben", weiß die Angreiferin, die am liebsten mit eigenen Toren zum Erfolg beitragen möchte. "Aber", vermutet sie, "es wird uns auch keiner böse sein, wenn es nicht klappt. Wir haben in dieser Saison alles erreicht, was wir wollten und das noch getoppt. Was wir erreicht haben, hat niemand von uns erwartet."
Dass die Wölfinnen als Außenseiterinnen ins Champions-League-Finale gehen, sieht Popp eher als Vorteil. "Lyon muss gewinnen, die sind der klare Favorit. Wir wollen einfach unser Ding durchziehen und stehen nicht unter Druck. Und wenn wir wirklich den Titel holen sollten, dann wäre das das Bonbon einer richtig tollen Saison." Um 20.30 Uhr (live auf Eurosport) geht es los in London. Ob mit oder ohne Popp...
