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Markus' BVB-Blog
Kaderplanung gerät ins Stocken

"Wir werden in der neuen Saison massiv neu angreifen", ließ BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach dem verlorenen Champions-League-Finale verlauten.

Und auch Trainer Jürgen Klopp kündigte an, "ein paar neue Spieler" zu verpflichten und dann ein paar Tage Urlaub zu machen.

Infos zu Markus Flügel: Jahrgang 1963, geboren und wohnhaft in Paderborn, eine erwachsene Tochter (ebenfalls Hardcore-BVB-Fan). Die Leidenschaft für den BVB wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Mein Vater Hans spielte von 1950-1957 beim BVB und war Mitglied in den Meistermannschaften 1956 und 1957.
Bereits in den letzten Spielen in der altehrwürdigen Kampfbahn "Rote Erde" wurde ich von ihm mitgenommen und seitdem hat mich das schwarz-gelbe Fieber gepackt.
Als Fan habe ich alle Höhen und Tiefen der letzten 43 Jahre erlebt, war u.a. beim Pokalsieg 1989 in Berlin und beim CL-Finale 1997 in München live vor Ort. Bei den Meisterschaften 1995 und 1996 war ich glücklicher Besitzer einer Dauerkarte, die ich später leider aus beruflichen Gründen aufgeben musste. In den Neunziger Jahren habe ich drei BVB-Bücher veröffentlicht und u.a. über die Ruhr-Nachrichten und mit Unterstützung von Bruno "Günna" Knust vertrieben.

Doch die Kaderplanung für die neue Saison scheint momentan arg ins Stocken zu geraten. Das liegt zum einen an dem sich zu einer wahren Hängepartie entwickelnden Tauziehen um Kevin de Bruyne. Der von Chelsea London an Werder Bremen ausgeliehene Offensivspieler will offensichtlich unbedingt zum BVB. Und der BVB will de Bruyne unbedingt als Ersatz für Mario Götze. Beide Parteien sollen sich über die Modalitäten eines bis 2018 gültigen Vertrags längst einig sein.

Die Crux an der Geschichte: de Bruyne gehört Chelsea London. Und die wollen den Belgier unbedingt zu Bayer Leverkusen transferieren. Grund: mit Andre Schürrle beschäftigen die Rheinländer einen absoluten Wunschspieler der Londoner. Schürrle wiederum erhält die Freigabe für die Insel nur dann, wenn im Gegenzug de Bruyne an den Rhein wechselt!

Zum anderen scheint sich das mittlerweile nervende Transfertheater um Robert Lewandowski zu einer in die Sommerpause hineinreichenden Never-Ending-Story zu entwickeln! Dieses Theater endlich zu beenden, liegt jedoch allein in der Hand von Borussia Dortmund. Es wird Zeit, dass sich die Verantwortlichen des BVB schnellstens und damit endgültig positionieren und dieser schon seit Monaten andauernden Posse um den begehrten Polen ein Ende bereiten!

Bleibt der Torjäger den Schwatt-Gelben noch eine Saison erhalten, steigen damit zweifellos die sportlichen Chancen der Dortmunder, auch in der kommenden Spielzeit in der Champions-League weit zu kommen. Die damit verbundenen finanziellen Zuwächse könnten eine mögliche Ablösesumme, die man für Lewandowski bei einem sofortigen Wechsel zu den Bayern erzielen würde, gar übertreffen.

Zorc und Watzke sollten ein Machtwort sprechen

Dass die Wertschätzung des Rekordmeisters für Dortmunds Torjäger scheinbar nicht so hoch ist, wie man von Münchner Seite der Öffentlichkeit Glauben machen will, lässt sich an der Tatsache erkennen, dass Bayern auf keinen Fall gewillt ist, im Gegenzug für Lewandowski die für Borussia interessant erscheinenden Mandzukic oder Shaquiri ins Ruhrgebiet zu transferieren.

Nochmals - allein Borussia Dortmund kann und muss diesem Theater bald ein Ende setzen. Es wäre zu wünschen, dass die Verantwortlichen um Zorc und Watzke auf Vertragserfüllung bestehen, ein Machtwort sprechen und somit Stärke zeigen. Zum einen zugunsten der Erhaltung der eigenen sportlichen Stärke, zum anderen zur Bestätigung der eigenen Glaubwürdigkeit. Mit dem Verbleib des Polen in Dortmund würde der BVB klar und deutlich zu erkennen geben, dass man nicht weiter gewillt ist, Spekulations-Spielball der Lewandowski-Berater und des FC Bayern zu sein! Desweiteren wäre ein Verbleib Lewandowskis beim BVB ein für mich unbedingt notwendiges Zeichen der Stärke in Richtung eigener Fans und vor allem auch in Richtung der eigenen Spieler!

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