Der Grund: Wellenbrecher, die Massenpaniken verhindern sollen, sind an diesen Stellen falsch installiert. Es kommt noch schlimmer: Denn wie nun festgestellt wurde, hätten die dringend erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen schon im Jahr 2004 umgesetzt werden müssen.
„Klar ist, dass die Sicherheitsvorkehrungen das A und O sind. Die Zuschauer müssen sich bei einem Fußballspiel sicher fühlen. Natürlich ist das traurig, dass vor allem die Osttribüne gesperrt wurde. Diese Tribüne ist für die Fans Nostalgie pur. Wir arbeiten an einer Lösung. Aber klar ist auch, dass wir nur Mieter sind und in dieses Stadion nicht investieren wollen“, erklärt Agissilaos „Lakis“ Kourkoudialos.
Die Kosten für den Umbau der Wellenbrecher auf der Osttribüne und für die Umgestaltung der Blöcke P und Q sollen rund 300.000 Euro betragen. „Ich glaube nicht, dass diese ganzen Maßnahmen erforderlich sind. Auf diesen Tribünen sind sowieso wenige Fans. Ich denke, dass man hier die Dinge überhaupt nicht modernisieren muss – es reicht, wenn wir auf diesen Tribünen die Zuschauerzahl einfach begrenzen würden. So kann schon einmal gar keine Massenpanik entstehen. Wir werden mit der Stadt sprechen und eine Lösung finden“, versichert Lakis.
Neues Stadion? Lakis: "Frühestens in drei Jahren."
Diese Vorfälle rund um die Grotenburg bestärken den griechischen Geschäftsmann nur in seinem Traum, eine neue Heimat für den KFC zu bauen. "Wir wissen alle, dass wir für die Zukunft des KFC eine neue Arena benötigen. Die Stadt prüft gerade auch die Standorte. Wir sind da mit der Stadtverwaltung im regen Austausch. Das läuft alles", sagt Lakis. Wann das neue Stadion kommt, weiß aber auch der Immobilienmakler nicht: "Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch. Aber in dieser Sache werde auch ich mich gedulden müssen. So ein Projekt braucht nunmal seine Zeit. Ich denke, dass dieses Stadion frühstens in drei Jahren stehen wird."

