"Ich bin einfach froh, dass es jetzt zu Ende ist." Am Sonntag hatten sich die Königsblauen mit dem Zweitligisten VfL Bochum auf den Transfer des U19-Nationalspielers geeinigt, Schalke hatte noch etwas auf die festgeschriebene Ablösesumme von 2,75 Millionen Euro draufgelegt. Die letzten Formalitäten waren allerdings immer noch nicht erledigt, als die Gelsenkirchener ihre vierte Neuverpflichtung präsentierten. "Es fehlen noch ein paar Unterschriften, wir haben jetzt erst mal eine Gastspielgenehmigung", erklärte Sportvorstand Horst Heldt.
Neben Schalke hatten der Revierrivale Borussia Dortmund und Triple-Gewinner Bayern München, angeblich aber auch europäische Größen wie Real Madrid um das "Jahrhunderttalent" (VfL-Trainer Peter Neururer) gebuhlt. Für den Vertrag bis 2018 beim Bundesliga-Vierten sprachen nicht nur sportliche Gründe. "Schalke ist nur einen Katzensprung entfernt", sagte Goretzka, "ich kann zu Hause in Bochum wohnen bleiben, das vereinfacht alles." In seiner Heimatstadt will er noch sein Abitur machen.
Sportlich wollte er nicht zwei Schritte auf einmal gehen. "Ich habe noch nicht ein Bundesligaspiel bestritten, ein Wechsel zu Real war deshalb keine Überlegung wert", sagte der Mittelfeldspieler, der bislang in 32 Zweitligaspielen vier Tore erzielte, "man muss realistisch bleiben."


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