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Bor. Mönchengladbach
"Bochum war ganz wichtig für mich"

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Sportlich waren Sie die Konstante beim VfL Bochum. Bei Ihrem neuen Arbeitgeber ist der Konkurrenzkampf wesentlich höher.
Dessen bin ich mir natürlich bewusst. Es ist die Bundesliga und egal auf welcher Position: Der Konkurrenzkampf ist hart. Das ist normal und dem werde ich mich stellen.

Leon Goretzka, Ihr Nebenmann in Bochum, hat bei seiner Vorstellung auf Schalke das Trainingsniveau beim VfL kritisiert. Zurecht?
Das ist eine andere Welt, aber das ist keine Kritik. Wie gesagt, es ist die Bundesliga, das Aushängeschild des deutschen Fußballs und der Sprung ist enorm. Als ich damals aus der Regionalliga zu den Profis kam, war es auch eine große Umstellung. Aber das andere Niveau ist eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle.

Sie haben zuletzt mit Peter Neururer gearbeitet und jetzt trainieren Sie unter Lucien Favre. Vergleichen Sie mal die beiden Trainer, die wohl unterschiedlicher nicht sein können.
Da treffen zwei Welten aufeinander. Peter Neururer ist ein Typ , der viel über seine Ausstrahlung kommt. Er ist der berühmte Feuerwehrmann und damit einer der besten Trainer der Welt. Wenn ich Vereinsboss im Abstiegskampf wäre, ich würde Neururer holen (lacht). Man kann die Trainer aber nicht vergleichen. Lucien Favre arbeitet auf enorm hohem Niveau im taktischen Bereich, ihm ist die Spielstruktur unheimlich wichtig. Wie ich ihn kennen gelernt habe, ist er ein sehr netter Mensch, Er probiert, jedem Spieler zu helfen und spricht sehr viel mit uns. Lucien Favre wird mich hundertprozentig weiterbringen in meiner Entwicklung und das war auch ausschlaggebend für meine Entscheidung, nach Gladbach zu wechseln. Ich habe in Favre einen Trainer, der mich besser macht.

Christoph Kramer war bei den Fans in Bochum beliebt. Jetzt will er sich in die Herzen der Gladbach-Anhänger spielen.

Wenn er Sie zur Seite nimmt und mit Ihnen spricht, was erzählt Ihnen Favre dann?
Er hat mir erst mal die Spielstruktur und –Idee und seinen Plan erklärt. Das war enorm wichtig. Und, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, ein paar technische Dinge hat er mir auch schon erläutert.

Granit Xhaka hat im vergangenen Jahr ähnlich gesprochen wie Sie, kam aber lange nicht so zum Zuge, wie er sich das vorgestellt hatte. Wie gehen Sie mit der großen Konkurrenz auf Ihrer Position um?
Auch in Bochum habe ich nicht von Beginn an in der Startelf gespielt. Ich spiele jetzt eine Liga höher und biete mich über das Training an und wenn ich nicht direkt Stammspieler bin, ist das wahrscheinlich ganz normal. Das war auch nicht das Ziel meines Wechsels.

Sondern?
Ich wollte den nächsten Schritt machen. Natürlich will ich spielen, natürlich kämpfe ich um meinen Platz in der Mannschaft und bin nicht gekommen, um nur auf der Bank zu sitzen. Aber jetzt ist nicht die Zeit, den Konkurrenzkampf anzuheizen. Ich sehe das sehr realistisch und weiß, dass das ein schwieriger Weg wird. Ich habe jetzt zwei Jahre bei Gladbach und zwei Jahre in Leverkusen, um ein vernünftiger Bundesliga-Spieler zu werden. Man wird sehen, wie lange der Weg dahin dauert.

Favre legt viel Wert auf Balleroberung, Umschaltspiel und Ballkontrolle. Alle Attribute bringen Sie aus Liga zwei mit.
Ich glaube, die Borussia weiß genau, warum sie mich geholt hat. Gladbach hat mich ja nicht nur ein Spiel beobachtet. Von den Anlagen und dem Spielsystem passe ich gut in den Verein.

Lesen Sie auf Seite 3, warum Gladbach eine spannende Mannschaft ist

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