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Nationalmannschaft
Flick heißester Kandidat auf Dutt-Erbe

Hansi Flick ist angeblich der heißeste Kandidat auf den Posten des Sportdirektors beim DFB. Das geht aus übereinstimmenden Medienberichten hervor.

Demnach soll der Assistent von Bundestrainer Jochim Löw sein Interesse bekundet haben, die Nachfolge von Robin Dutt anzutreten. Zuvor soll es ausführliche Gespräche zwischen dem 48-Jährigen, Löw (53), DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (62) und Verbands-Generalsekretär Helmut Sandrock (56) gegeben haben. Flick, der sich zu diesen Spekulationen am Wochenende nicht äußern wollte, will das Amt aber angeblich erst nach der WM im Sommer 2014 in Brasilien übernehmen.

Der 48-jährige Dutt hatte Ende Mai vorzeitig beim DFB um die Auflösung seines Vertrages gebeten und war nach der Zustimmung des Verbandes als Chefcoach um Bundesligisten Werder Bremen gewechselt. Der frühere Bayern-Profi Flick hatte 2006 seine Assistentenstelle bei der DFB-Auswahl angetreten, nachdem Löw als Nachfolger von Jürgen Klinsmann zum Cheftrainer befördert worden war.

Löws Assistent wünscht sich mehr Verantwortung

Das DFB-Präsidium hatte vor anderthalb Monaten ein neues Anforderungsprofil für den Sportdirektor erstellt. Ein wichtiger Punkt ist dabei, dass Trainingsinhalte und Spielphilosophie der U-Teams sich noch mehr an der A-Nationalelf orientieren sollen. Flick hat sich bereits in den vergangenen Jahren mehr und mehr als das Bindeglied zwischen der A-Nationalmannschaft und dem Junioren-Bereich etabliert, was sich unter anderem dadurch äußerte, dass er bei allen Tagungen der U-Trainer als Vertreter des Nationalteams dabei ist. Der Löw-Assistent verfolgte auch das EM-Debakel der U21 in Israel und erstellte anschließend ähnlich wie ein Sportdirektor die Analyse.

Für Flick wäre der Wechsel auf den Stuhl des Sportdirektors die Gelegenheit, seine berufliche Zukunft nach dann acht Jahren an Löws Seite emanzipiert vom derzeitigen Bundestrainer aufzubauen. Im Gespräch mit dem kicker hatte Flick zuletzt mehrfach betont, dass bei allem Gefallen am Teamwork mit Löw er sich natürlich vorstellen könne, selbst in eine verantwortliche Position zu rücken.

Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) hat man sich noch nicht entschieden, ob man den Posten so viele Monate unbesetzt lassen kann. Angedacht war, dass der neue Sportdirektor im Oktober präsentiert wird. Unter anderem ist auch Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn (44) ein Kandidat.

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