Schiedsrichter Peter Sippel zeigte auf den Punkt und gab Elfmeter. Wie eine Woche zuvor auch sein Kollege Knut Kircher in Augsburg. Hofmann war von den Gegnern an den ersten beiden Spieltagen nur per Foul zu stoppen. Der Youngster ist bereits jetzt mehr als nur eine Notlösung, wenn andere Spieler ausfallen. Für den Trainer ein echtes Luxusproblem.
Es ist kein Geheimnis, dass sich Borussia Dortmund in dieser Saison deutlich breiter aufstellen wollte. Und damit war ausdrücklich nicht gemeint, Unmengen an Spielern zu verpflichten, um ja nicht auf Spieler aus dem Nachwuchs zurückgreifen zu müssen. Es sollte schlicht die Qualität unter den „ersten 18“ im Kader erhöht werden, so dass in jedem Spiel hochklassige Wechseloptionen zur Verfügung stehen. Im letzten Jahr konnten Julian Schieber, Moritz Leitner oder Leonardo Bittencourt nicht nachweisen, dass sie die nötige Qualität dafür besitzen, um gegen Ende einer Partie frischen Wind zu bringen, oder problemlos für Marco Reus, Mario Götze oder Robert Lewandowski in die Startelf zu rücken.
Ein echtes Gedränge
Leitner wurde nach Stuttgart verliehen, Bittencourt mit Rückkaufoption an Hannover abgegeben und Schieber sitzt derzeit nur auf der Tribüne. Die Qualität in der Offensive ist durch die in dieser Saison zum Profikader gestoßenen Spieler deutlich angestiegen.
Auf den offensiven Außenbahnen herrscht ein echtes Gedränge. Klopp stehen in Reus, Pierre-Emerick Aubameyang und Jakub Blaszczykowski drei Spieler zur Verfügung, die praktisch auf einem Niveau spielen. Der Trainer hat hier die Möglichkeit, problemlos zu rotieren. Am ersten Spieltag musste Blaszczykowski auf die Bank, am zweiten Spieltag Reus. Für sich genommen bereits eine Auswahl, von der in der Bundesliga alle Trainer außerhalb Münchens träumen. Doch nun drängt sich plötzlich auch noch Hofmann mit aller Macht beim Chefcoach auf. „Er hat das Ding in die richtige Richtung gedreht“, lobte Klopp nach seiner Leistung gegen Braunschweig, wo er nicht nur durch den herausgeholten Elfmeter überzeugte, sondern – viel wichtiger – das 1:0 selbst erzielte. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass der Ball reingeht“, gab sich der Torschütze selbst überrascht.
Bereits jetzt hat es sich ausgezahlt, dass die Verantwortlichen des BVB im Sommer alle Angebote, die für den 21-Jährigen eingingen, sofort ablehnten und sich entschieden, mit ihm weiterzuarbeiten. Schon jetzt spielt er stark und noch immer hat er Luft nach oben. Die Fans können sich also durchaus auf die Zukunft freuen.
Für Klopp ist die Aufgabe, auf den Außenbahnen in jedem Spiel die richtige Auswahl zu treffen, schon jetzt schwierig genug. Blickt man voraus auf die Rückrunde, wird sie sogar noch schwieriger. Ist Lukasz Piszczek nach seiner Hüft-OP erst einmal vollständig genesen, steht schließlich auch sein Vertreter Kevin Großkreutz wieder als Alternative für die Offensive zur Verfügung.




Hinweis:
Um Kommentare schreiben zu können, musst du eingeloggt sein. Falls du noch nicht angemeldet bist, kannst du dich hier kostenlos anmelden.
Login via Facebook
Der Login via Facebook erleichtert Ihnen die Anmeldung