Neben Prominenten des VfL Bochum, MSV Duisburg und Rot-Weiß Oberhausen, gaben sich auch Comedian Markus Krebs und „der Obel“ die Ehre, dem Event beizuwohnen.
Doch sie alle stellten nur den Rahmen für die Sieger und Zweitplatzierten der einzelnen Städte, in denen die „Weiße noch...“-Quiz-Tour Halt machte. Insgesamt 17 geladene Teams versammelten sich im vor Industrie-Charme strotzenden Innenraum von „Schacht 2“ – eine Örtlichkeit, die für eine Nostalgie-Veranstaltung dieser Art nicht passender hätte sein können. Ein Museum der Fußball-Relikte empfing die Gäste bereits eine Etage tiefer, im Veranstaltungsraum selbst sorgten die liebevollen Details für das perfekte Ambiente. Nicht jedem gefiel freilich der Hang zu Königsblau, den das Team vom Zechenverein im Herzen trägt, doch in direkter Nachbarschaft des FC Schalke 04 konnte diese Vereinsliebe niemanden in Erstaunen versetzen.
Közle: „Ich habe keine Ahnung – aber dafür habe ich ‚Ata‘.“
Prominente Vertreter des FC Schalke 04 und von Borussia Dortmund wurden zwar vermisst, was besonders die vielen Anhänger der Königsblauen ein wenig betrübte. Wer jedoch kam, bereute es nicht. Ob Rot-Weiß Oberhausens Vereinslegende Oliver Adler, MSV-Urgestein Uwe Weidemann oder die Koryphäe des VfL Bochum, Michael „Ata“ Lameck, sie alle rätselten, was das Zeug hielt. Besonders der Bochumer Tisch um Lameck und Peter Közle zeigte nicht nur großen Rätseleifer, sondern ließ bei allem Wettkampf auch den Spaß nicht zu kurz kommen.
Nicht ausgeschlossen, dass die ausgesprochen gute Laune von Comedian Markus Krebs ausging, der am Nebentisch saß und immer wieder mit Közle die Köpfe zusammensteckte. Der „Hocker-Rocker“ ließ es sich in einem „Einlagespiel“ auch nicht nehmen, die exklusive Gesellschaft mit einer Top 10 seiner Lieblingswitze aufzuheitern – und das, wie er betonte, umsonst. „Dafür darf ich aber am Quiz teilnehmen.“ Und da bewiesen der bekennende MSV-Fan und seine Gruppenkollegen „Die Trinker“ ihre Fachkenntnis, mit der sie letztlich mit Platz acht von allen Promi-Gruppen am besten abschnitten. Mit Humor nahm das Team „Spielclub“ um Blau-Weiß Oberhausens Trainer Thorsten Möllmann den vorletzten Platz in Kauf: „Natürlich ärgern wir uns, denn wir waren immer nah dran. Aber das gehört ja dazu und in der Finalrunde gibt es eben keine einfachen Fragen mehr“, zeigte sich der letztjährige Trainer des SC 1920 Oberhausen als fairer Sportsmann.
Apropos Fairness: Die legte Andreas „der Obel“ Obering für eine kurze Zeit ab und schlüpfte in die Haut von Giovanni Trapattoni, indem er dessen legendäre Wutrede auf die aktuelle Situation des FC Schalke 04 einzugehen – und sprach damit vielen Anhängern der Königsblauen aus der Seele.
1000 Tore bringen die Entscheidung
Um den dritten und zweiten Platz lieferten sich das Team „Maibach“ und die „Königsblaue Wissenslücke“ sogar noch einen erbitterten Kampf, der nur über die Beantwortung der Frage, wie viele Tore bislang in der 50-jährigen Geschichte der Bundesliga fielen, entschieden werden konnte – und auch da nur knapp. Während „Maibach“ sich auf die schon hohe Zahl von 45.000 festlegte, ging „Königsblaue Wissenslücke“ noch einen kleinen Schritt weiter und legte noch 1000 Tore drauf.
Und weil sie damit die Wahrheit nur um wenige Treffer unterbot, heimste die Schalke-Gruppe den Preis für Platz zwei ein: Eine Grubenfahrt für die gesamte Mannschaft und ein halbes Jahr RevierSport montags und donnerstags frei Haus pünktlich zum FrühstücksEi. Aber auch das Bochumer Team „Maibach“ hatte allen Grund zur Freude, konnte die vierköpfige Truppe doch immerhin noch mit einem dreimonatigen RevierSport-Abo in der Tasche herausspazieren und sich darüber hinaus noch je ein Trikot seines favorisierten Revier-Vereins auswählen.
„Emscher-Husaren Stadionwurst“ mit Start-Ziel-Sieg
Die Krone durften sich aber die „Emscher-Husaren Stadionwurst“ aufsetzen. Das Rate-Team aus Duisburg sammelte die volle Punktzahl ein: Sagenhafte 44 Zähler ließen nicht den Hauch eines Zweifels, wer an diesem Abend die kompetenteste Gemeinschaft geballten Bundesliga-Wissens stellte. Schon in der vorletzten Runde zeigten sich die „Emscher-Husaren“ siegessicher: „Wir haben bislang keinen Punkt abgegeben. Das sieht schon sehr gut aus.“
Am Ende des Abends, kurz vor Mitternacht, leerte sich der Schacht zwei der Zeche Hugo wieder. Die zahlreichen Bundesligahistoriker machten sich auf den Heimweg, nicht jeder mit einem Erfolgserlebnis, doch niemand mit schlechter Laune. Das verdeutlichte auch RWO-Torhüter Adler, der wie die anderen Promis auf dem Weg nach draußen noch fleißig Autogramm-Wünsche der Anwesenden erfüllte: „Das war eine super Location und ein richtig tolles Event. Solche Abende machen einfach Spaß. Immer wieder gerne.“
