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"Micki" sucht Rhythmus
Was schon klappt, wo es noch hapert

Große Bedeutung hat ein Testspiel in Hiesfeld für den BVB nicht, doch für Henrikh Mkhitaryan ist ein solches Spiel wichtig, um seinen Rhythmus zu finden.

Gegen den Oberligisten präsentierte sich der 24-Jährige sehr agil, war ein einigen schönen Kombinationen beteiligt und erzielte das 1:0. Nichtsdestotrotz benötigt er noch einige Trainingseinheiten und natürlich Spiele, um sich im Dortmunder System richtig zurecht zu finden.

"Er wird immer mehr in Fahrt kommen"

Marco Reus musste kurz lachen, als ihm ein extra aus dem fernen Osten angereister Journalist, der eine Geschichte über Henrikh Mkhitaryan schreiben wollte, darauf hinwies, dass das Zusammenspiel zwischen Reus und seinem im Sommer zum BVB gewechselten Mitspieler aus Armenien noch nicht so ganz optimal aussehe. „Das geht doch gar nicht. Wir haben doch erst zum zweiten Mal gemeinsam gespielt“, meinte Reus gelassen und fügte an, wovon beim BVB alle überzeugt sind: „Er hat seine Qualitäten, braucht aber noch Spielpraxis. Er wird immer mehr in Fahrt kommen.“

Bis zu seiner Verletzung in der Vorbereitung vermittelte Mkhitaryan den Eindruck, er benötige keinerlei Anlaufzeit, um bei den Schwarzgelben der neue Kreativchef im Zentrum der offensiven Dreierreihe zu werden. Im Training gelang ihm fast alles und auch in den Testspielen harmonierte er ausgesprochen gut mit seinen neuen Mitspielern.
Nach der vierwöchigen Pause wird nun jedoch deutlich, dass ihm wichtige Einheiten fehlen, um im offensiven Gefüge des BVB richtig anzukommen. „Ihm fehlt noch ein bisschen der Rhythmus. Den wird er in den nächsten Wochen aber sicherlich bekommen“, weiß Sebastian Kehl.

"Wir werden ihn dringend benötigen"

Unterdessen beweist Mkhitaryan, dass er zwar noch leichte Anpassungsschwierigkeiten im BVB-System besitzt, nichtsdestotrotz die Philosophie des Dortmunder Fußballs aber schon verinnerlicht hat. Engagiert beteiligte sich „Micky“ am Gegenpressing und eroberte mehrfach tief in der eigenen Hälfte den Ball, um sofort wieder auf Angriff umzuschalten. Gute Voraussetzungen also, um Schritt für Schritt die tragende Rolle einzunehmen, die in Dortmund für ihn reserviert ist – den Abgang von Mario Götze zu kompensieren.
„Wir werden ihn dringend benötigen.“

Sportliche Gegenüberstellungen der beiden Spieler drängen sich geradezu auf. Was allerdings die Entwicklung betrifft, verbieten sich Quervergleiche, findet Kehl: „Mario hatte sehr lange Zeit, um die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, zu verinnerlichen und zu verstehen. Außerdem spricht er deutsch. Wir sollten Micki noch etwas Zeit geben.“

Zeit, obwohl wenig vorhanden ist

Zeit, die er von Klopp bekommt, obwohl im rasanten Rhythmus des Fußballs nicht sonderlich viel davon vorhanden ist. Am Sonntag in Frankfurt dürfte er erneut über 90 Minuten eingesetzt werden, um weitere Spielpraxis zu sammeln. Anschließend steht wegen der WM-Qualifikation, in der Armenien gegen Tschechien (6. September) und Dänemark (10. September) antritt, die erste Pause in der Bundesliga an. Danach geht es in Liga, Pokal und Champions League Schlag auf Schlag und auf den BVB warten sieben Partien binnen drei Wochen.

Bis dahin sollte sich Mkhitaryan wieder ein ganzes Stück besser im Dortmunder System zurecht finden, denn eines ist angesichts der großen Aufgaben und Ziele in dieser Saison klar, meint Kapitän Kehl: „Wir werden ihn dringend benötigen.“

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