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Wattenscheid-Stimmen
"Die Tabelle lügt!"

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Als 09er braucht man zur Zeit sehr gute Nerven, denn Aufwand und Ertrag passen nicht gut zusammen. Aber als Wattenscheider kann man auch durchaus stolz sein.

Das zumindest sehen die Protangonisten des Klubs von der Lohrheide so. Unsere Stimmen zum 2.2 in Essen am Dienstagabend:

"Eigentlich hat alles für uns gesprochen", meinte Leon Enzmann nach der Partie. "Wir gehen 1:0 in Führung, machen das zweite zu einem guten Zeitpunkt. Wir hatten die Fans im Rücken und haben auch gut weiter nach vorne gespielt. Wir müssen noch ein bisschen cleverer werden, vielleicht mal ein 2:0 oder 1:0 mitnehmen. Es wird Zeit, dass wir den Bock umstoßen."

Essen habe die "Qualität, um solch ein Spiel noch zu drehen" gezeigt, sagte der ehemalige Rot-Weisse. An alter Wirkungsstätte war ihm noch mehr aufgefallen: "Wir haben damals gesehen, wie das Stadion gebaut wurde, Stein für Stein und sind auf dem Weg zum Training immer an der Baustelle vorbeigegangen", blickte "Enze" zurück. "Das Georg-Melches-Stadion hatte ein bestimmtes Flair, wir sind dort aufgestiegen und hatten dort sehr schöne Zeiten", befand der Hagener.

Das neue Stadion sei dann aber auch ein Anreiz gewesen, um sich in der abgelaufenen Oberliga-Saison ins Zeug zu legen. "Wir haben uns riesig gefreut, jetzt hier in diesem wunderschönen Stadion auflaufen zu dürfen und haben es wirklich genossen."

"In meiner Laufbahn und in der Laufbahn vieler Spieler war das ein absolutes Highlight-Spiel, unter Flutlicht und im TV", pflichtete André Pawlak Enzmann bei. "Das war sicherlich erstmal das Größte, was wir in den letzten Jahren erlebt haben. Das nimmst du mit, das saugst du auf und das bleibt auch noch eine Weile hängen. Unser Ziel muss sein, sowas einfach öfter zu haben", erklärte der Trainer.

"Für uns war das ein super Ereignis, vor so vielen Leuten hier in Essen unter Flutlicht zu spielen. Besser geht's nicht, das ist ja wie gemalt", sprudelte es aus Lukas Fronczyk heraus.

Der 09-Keeper wusste nicht recht, was er vom Endergebnis halten sollte. "Hätte uns das vorher einer angeboten, hätten wir sofort eingeschlagen. Vom Spielverlauf fühlt es sich aber bitter an. Hätten wir den zweiten Elfmeter nicht bekommen, wäre es anders gelaufen", war sich der 28-Jährige sicher.

Dass sein Team einen mutigen Auftritt gezeigt hatte, machte Fronczyk aber schon etwas stolz. "Der Trainer hat uns super eingestellt, wir haben gewusst, dass in Essen ein bisschen der Baum brennt und das hat man vor allem nach dem 0:2 ja auch gemerkt. Genau das wollten wir ausnutzen. Und als Einheit auftreten, das ist uns auch gelungen. Wir haben eine absolut tolle Truppe." Panik, dass seine Sportgemeinschaft nicht gewinnen kann, will er nicht aufkommen lassen. "Man braucht sich keine Sorgen zu machen, wir machen das schon."

"Da hat Lukas absolut Recht, ich sehe es genauso", meinte Pawlak, der seiner Mannschaft "keinen Vorwurf" machen konnte. Knackpunkt war auch aus seiner Sicht der Handelfmeter, der zum Anschlusstreffer führte. "Die kommen nicht zurück, wenn sie den Elfmeter nicht kriegen", war sich der 09-Coach mit Blick auf den nervösen Gegner sicher.

Somit bleibt es dabei, dass der Aufsteiger von Kleinigkeiten um den Lohn gebracht wird. "Gegen Lippstadt kommt der Querpass zum 3:1 nicht, gegen Köln machen wir das 3:0 nicht, heute bekommen wir so einen unglücklichen Elfmeter. Was soll ich noch erzählen?", rätselte Pawlak. "Ich bin trotzdem zufrieden, weil wir eine gute Leistung gezeigt haben."

"Wir haben toll gefightet, geben nie auf, vor allem wenn man mal bedenkt, wie viele Nackenschläge wie Ergebnis-technisch schon bekommen haben. Der Charakter der Mannschaft ist überragend. Ich bin weiter davon überzeugt, dass der Knoten bald platz, weil wir immer so nah dran waren - auch gegen Spitzenmannschaften. Wir müssen das Positive mitnehmen und das war eine ganze Menge", meinte Pawlak, für den sich "die guten Leistungen" in der Tabelle "leider nicht widerspiegeln." Im Fall der SGW müsse man sogar sagen: "Die Tabelle lügt!"

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