Das Sportliche rückte bei den Verantwortlichen des Oberligisten zuletzt allerdings in den Hintergrund.
Der Grund dafür ist der neue Modus, den der Deutsche Eishockey-Bund vor wenigen Wochen offiziell verabschiedet hat. Dieser sieht in den nördlichen Oberligen nach den Hauptrunden keine Play-offs mehr vor. Stattdessen werde es zwei Sechser-Gruppen geben, von denen nur die Gruppensieger in die Aufstiegsrunde einziehen. Zwei Teilnehmer aus dem Süden haben ihr Ticket hingegen bereits sicher.
"Das ist peinlich und eine absolute Frechheit"
Noch verärgerter sind die Duisburger aufgrund der Tatsache, dass sich der Hauptrunde, bei der im Westen zehn Vereine an den Start gehen, eine Endrunde mit sechs Teams anschließt, von denen sich alle für die nächste Runde qualifizieren. Somit geht es einzig und allein um die Aufteilung der Gruppen. EVD-Boss Ralf Pape schäumte aufgrund der neuen Einteilung vor Wut. „Dieser Modus ist eine Katastrophe für den Sport. Das ist peinlich und eine absolute Frechheit. Vor dem Beginn der Endrunde gibt es für die Liga 38 Freundschaftsspiele und am Ende kommt nur Verein weiter. Zudem gibt es keine Play-offs mehr, die den Sport seit jeher ausgezeichnet haben. Das ist ein Witz.“
Der Unternehmer sorgt sich demnach über einen vorhersehbaren Rückgang der Zuschauerzahlen. Als erste Konsequenz wurden die Ticketpreise für die Sechser-West-Endrunde auf den Stand der Vorrunde gesenkt. Für die Zukunft hat sich Pape sogar mit drastischen Konsequenzen beschäftigt. „Wenn uns das vorher bewusst gewesen wäre, hätten wir die Mannschaft zurückgezogen“, meint Pape. „Für so eine Regelung lohnt sich der ganze Aufwand nicht mehr. Wir werden schauen, dass wir nun das Beste aus dieser Saison machen. Danach werden wir sehen, wie es weitergeht.“
