Mit nun 45 Punkten zog Bayer an Nürnberg (44) wieder vorbei. Vor 22.500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena machte Schneider nicht nur wegen seiner beiden Tore den Unterschied aus. Der Nationalspieler, der beim 1:2 am vergangenen Sonntag bei Bayern München seine Gelbsperre absitzen musste, war nahezu an allen guten Aktionen der Leverkusener beteiligt und hatte damit entscheidenden Anteil am ersten Heimsieg der Rheinländer über die Franken seit dem 8. Dezember 2001 (4:2).
Der Club musste dagegen vier Tage nach dem 4:0-Triumph im Pokalhalbfinale über Eintracht Frankfurt den Anstrengungen Tribut zollen, einige Spieler steckten die 90 Minuten am vergangenen Dienstag offenbar noch in den Knochen. Die Nürnberger konzentrierten sich daher von Beginn an auf die Defensive und überließen den Gastgebern die Initiative. Mit der ersten Torchance sprang dabei auch gleich die Führung für den UEFA-Cup-Viertelfinalisten heraus.
Nach einem Zuspiel von Andre Woronin ließ Schneider den Nürnberger Verteidiger Glauber stehen und ließ FCN-Keeper Raphael Schäfer keine Chance. Nur fünf Minuten später hatte der Ex-Nürnberger Stefan Kießling sogar die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Doch der Stürmer traf nach einem Zuspiel von Schneider den Ball nicht richtig. Kießling hatte ohnehin nicht seinen besten Tag. Auch im zweiten Durchgang vergab der Nationalspieler eine Großchance kläglich, als er aus kurzer Entfernung den Ball neben das Tor setzte (57.).
Kießling hatte dabei von Trainer Michael Skibbe den Vorzug vor Sergej Barbarez erhalten. Der Bosnier fand sich nach zuletzt schwachen Leistungen erstmals in dieser Saison zu Beginn auf der Ersatzbank wieder. Glänzend aufgelegt war dagegen Schneider, der beim 2:0 einen Fehler des Nürnbergers Andreas Wolf eiskalt ausnutzte und erneut Schäfer keine Chance ließ. Die Nürnberger hatten dagegen ihre beste Phase Ende der ersten Halbzeit. Erst setzte Chhunly Pagenburg einen Schuss aus halbrechter Position neben das Tor (36.), dann verfehlte Wolf per Kopf nur knapp das Ziel (42.).
