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Katar-Skandal
FIFA zum Handeln aufgefordert

Der Skandal um die Fußball-WM 2022 in Katar mit offenbar menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf den Baustellen ruft immer mehr Kritiker auf den Plan.

In der WDR-Sendung "sport inside" nahm nun Barbara Lochbihler, Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Europaparlament, vor allem den Weltverband FIFA in die Pflicht.

"Die FIFA hat es versäumt, schon bei der Vergabe der WM konkrete Verbesserungen zu erreichen. Deshalb fordere ich die FIFA nun auf - wenn sie es denn mit dem Schutz der Arbeitnehmer ernst meint - konsequent nachzuhalten und sich einen Bericht mit Informationen geben zu lassen, was in Katar denn konkret gemacht wurde", sagte die Grünen-Politikerin.

Der Bauboom im Emirat am Persischen Golf, das hatte die englische Tageszeitung Guardian berichtet, habe zu einer katastrophalen Lage vor allem der nepalesischen Gastarbeiter und 44 Toten binnen kürzester Zeit geführt. Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) hatte vorausblickend bereits von einer "mit 4000 Toten bezahlten WM" gesprochen und erneuerte seine Kritik nun nochmals.

"Die FIFA muss mehr machen, als nur Reden zu halten. Wir wissen, dass der Verband einen beträchtlichen Einfluss in der Welt hat, und den muss er nutzen und Katar dazu zwingen, sich des Problems anzunehmen", sagte IGB-Direktor Tim Noonan: "Und wenn sich Katar weigert, muss die FIFA die WM 2022 neu vergeben."

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