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Gesundheitsberatung
Herzmuskelentzündung - die riskante Sportlerkrankheit

Wer die Warnsignale seines Körpers ignoriert und trotz Erkältung Sport treibt, riskiert viel und vielleicht sogar sein Leben. Eine Herzmuskelentzündung ist oft die Folge, wenn sich die Viren im Körper ausbreiten können.

Besonders häufig macht eine solche Erkrankung Fußballern zu schaffen, die dann von den Symptomen auf dem Spielfeld überrascht werden.

Immer wieder hört man von Spielern, die während eines Spieles zusammenbrechen und denen Kreislaufprobleme diagnostiziert werden. Die Wirklichkeit ist oftmals viel tückischer und riskanter, eine Herzmuskelentzündung kann dahinter stecken. Viele Fans des 1. FC Köln werden sicherlich noch lebhaft die Szenen erinnern können, die sich im August 2008 im Spiel gegen den Karlsruher SC ereigneten. Ümit Özat war am 3. Bundesligaspieltag zusammengesackt und musste noch auf dem Spielfeld reanimiert werden. Glücklicherweise handelten die Anwesenden geistesgegenwärtig und haben den Spieler für kardiologische Untersuchungen in ein Krankenhaus bringen lassen, sodass er keine gesundheitlichen Spätfolgen zu befürchten hatte. Allerdings musste Özat ein dreiviertel Jahr nach dem Zusammenbruch endgültig dem Profisport abschwören, um keine Herz-Rhythmus-Störungen zu riskieren.

Auch Daniel Engelbrecht von den Stuttgart Kickers ist kürzlich bei mehreren Spielen in Folge zusammengebrochen und musste ausgewechselt werden. Erst als sich der Vorfall wiederholte, stellte sich heraus, dass auch er an einer Herzmuskelentzündung leidet. Wann der Fußballer wieder auf das Spielfeld zurückkehren kann, ist derzeit noch unklar.
Die Symptome sind schwierig zu erkennen

Als Herzmuskelentzündung gilt eine Entzündung des Herzmuskels, die vor allem durch Viren ausgelöst wird. Seltener sind Bakterien, Parasiten, toxische Substanzen oder Medikamente die Ursache. Eine solche Entzündung ist aber auch als Begleiterscheinung anderer Krankheiten möglich.

Besonders tückisch ist die Tatsache, dass es keine typischen Symptome einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) gibt. Tatsächlich kann diese sogar mehr oder weniger symptomlos verlaufen. Die Verdachtsdiagnose bezieht sich daher eher auf unspezifische Beschwerden, die auch bei grippalen Infekten oder fieberhaften Infektionskrankheiten auftreten. Wenn im Zuge eines Infekts Herzrhythmusstörungen, Atemnot und Brustschmerzen festzustellen sind, sollte man die Möglichkeit einer Herzmuskelentzündung in Erwägung ziehen. Auch Müdigkeit, Leistungsschwäche und Fieber zählen zu den Begleiterscheinungen einer Herzmuskelentzündung.

Sport und Vireninfektion sind eine lebensbedrohliche Kombination

Gerade zu Herbstzeit, wo Grippe und Erkältung wieder gehäuft auftreten, steigt auch die Chance einer Entzündung des Herzmuskels. Zu Recht fragen sich viele Leute wie auf gesundheitsfrage.net, wann man Gefahr läuft eine Herzmuskelentzündung zu riskieren. Besonders derjenige, der trotz Erkältung und Grippe Sport betreibt, setzt sein Leben aufs Spiel. Wichtig ist es jedoch, zu betonen, dass nur eine Gefahr besteht, wenn Viren im Spiel sind. Diese können den Herzmuskel angreifen und eine Entzündung hervorrufen, die Folgen wie Herzrhythmusstörungen mit sich bringt.

Wer mit einer Entzündung oder wegen einer nicht erkannten Herzmuskelentzündung sportliche Höchstleistungen vollbringt, der geht ein lebensgefährliches Risiko ein. So beziffert die Apotheken Umschau die Zahl der jungen Menschen, die unvorhergesehen und meist in Ausübung eines Leistungssports an einer Herzmuskelentzündung verstarben, mit etwa 10 Prozent.

Nur EKG und Blutbild können eine Herzmuskelentzündung nachweisen

Doch die Grenzen zwischen leichtem Husten und einer ernst zu nehmenden Erkältung sind fließend. Hierbei sollte man sich stets die Frage stellen, ob man sich in der Lage fühlt arbeiten zu gehen. Wenn man das verneint, sollte man auch mit dem Sport bei einer Erkältung für zwei bis drei Wochen pausieren. An dieser Stelle haben viele Leistungssportler und vor allem Fußballspieler ein Problem: eine mehrwöchige Trainingspause kann einen enormen Rückstand zur Folge haben. Das ist besonders problematisch, weil jeder Profisportler mit seiner Tätigkeit seinen Lebensunterhalt finanzieren muss und jede Pause auch finanzielle Einbußen bedeutet.

Wer nur schwer auf Sport verzichten kann, sollte Vorsichtsmaßnahmen treffen und einen Besuch beim Internisten, Kardiologen oder Hausarzt wahrnehmen. EKG und Blutbild ermöglichen eine Aussage darüber, ob das Herz durch eine verschleppte Erkältung von Viren befallen wurde.

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