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Lazio bereitet Börsen-Rückzug vor

Claudio Lotito, Großaktionär und Präsident von Lazio Rom, plant offenbar den Rückzug des Vereins von der Mailänder Börse. Der Serie-A-Klub war vor sechs Jahren in den Wertpapierhandel eingestiegen.

Der krisengeschüttelte italienische Serie-A-Klub Lazio Rom kehrt der Mailänder Börse sechs Jahre nach seiner Erstnotierung offenbar den Rücken zu. "Lazio sagt der Börse adieu", titelte die Mailänder Wirtschaftszeitung Milano e Finanza ihren Bericht über die Pläne des Großaktionärs und Klubpräsidenten Claudio Lotito, der vermutlich im Herbst Lazios Ausstieg an der Börse plant.

Rettende Finanzspritze

Lotito hatte in den vergangenen Wochen einen 32-prozentigen Anteil am Verein erworben. Er hat auch die Option, in einer zweiten Phase den Lazio-Anteil zu übernehmen, der derzeit unter Kontrolle der römischen Großbank Capitalia steht. Er würde somit über 50 Prozent des Kapitals unter seiner Kontrolle haben. Dank seiner Finanzspritze hatte der Klub die Lizenz für die kommende Saison erhalten.

Wegen seiner Schulden war Lazio Rom, der erste börsennotierte Klub in Italien, in den vergangenen Wochen häufiger vom Handel in Mailand ausgesetzt worden. Im Juli hatte der Verein eine Kapitalaufstockung in Höhe von 150 Millionen Euro in die Wege geleitet, die dem Klub die Lizenz für die nächste Saison sichern sollte.

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