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Krupp: Keine Angst vor großen Namen
Auftaktspiel gegen Kanada

Den Gegner kennen sie bisher nur aus dem Fernsehen, die Namen flößen Respekt ein. Vor dem Auftakt gegen die NHL-Stars aus Kanada steigt bei den 14 WM-Neulingen in der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft die Nervosität. `Man merkt, dass die aufgeregt sind´, sagte Routinier Sven Felski vor dem Duell mit den Profis aus dem Eishockey-Mutterland am Samstag (14.15 Uhr MESZ/live in der ARD) in Mytischtschi und fügte schmunzelnd an:

`Es wäre aber doch bitter, wenn es nicht so wäre, oder?´ Auch wenn beim Rekordweltmeister die ganz großen Namen wie NHL-Scorerkönig Sidney Crosby fehlen - vor dem Vorrundenstart gegen den 23-maligen Titelträger ist Bundestrainer Uwe Krupp vor allem als Psychologe gefragt. `Die Jungen sind schon nervös´, sagte der ehemalige NHL-Star: `Sie haben natürlich Angst, Fehler zu machen.´ Doch diese Angst will er den 14 Spielern im 22-köpfigen WM-Aufgebot, die ihr Debüt bei einer A-WM bestreiten, vor dem ersten Bully nehmen:

"Ich werde ihnen sagen: Es ist okay, Fehler zu machen, das kostet nicht das Spiel.´ Unterstützung bekommt Krupp von seinen wenigen WM-erprobten Spielern. `Die kochen auch nur mit Wasser´, sagte Kapitän Daniel Kreutzer, der mit fünf A-Weltmeisterschaften und zwei Olympia-Teilnahmen, 165 Länderspielen und 34 Toren der erfahrenste Profi in der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ist. Sein Rat für die Jungen: `Wenn das Spiel losgeht, darf man nicht mehr an die Namen denken. Sie müssen keine Angst haben, Fehler zu machen.´ Und Felski, mit 109 internationalen Auftritten und ebenfalls fünf A-WM-Turnieren der zweite Routinier im Team, ergänzte: `Wir sind krasser Außenseiter, wir haben nichts zu verlieren.´

Gegen die `Ahornblätter´, gegen die die DEB-Auswahl nur 1996 in Wien ein WM-Spiel gewann (5:1), rechnet ohnehin jeder mit einer Niederlage. `Die wirklich wichtigen Spiele kommen später´, meinte Felski mit Blick auf die dritte Vorrundenpartie am kommenden Mittwoch (14.15 Uhr MESZ/live im ZDF) gegen Norwegen und die folgende Zwischen- oder Relegationsrunde. Dass sie zum Auftakt auf Kanada treffen, sehen Kreutzer und Co. eher als Vorteil. Die Stars aus dem Eishockey-Mutterland sind gerade erst aus Übersee eingetroffen und noch nicht eingespielt. Zudem sind erst 15 Spieler offiziell gemeldet, die restlichen Plätze bleiben für weitere NHL-Verstärkungen vorerst offen.

`Unsere kleine Chance ist, dass wir sie im ersten Drittel überraschen und ein, zwei Tore schießen´, mutmaßte Kreutzer. Auch Krupp meinte: `Wir müssen es zu unserem Vorteil machen, dass wir schon drei Wochen zusammen sind und als geschlossene Mannschaft auftreten.´ Es könne sein, dass `die Kanadier uns auf die leichte Schulter nehmen und noch Jetlag haben, aber darauf sollte man nicht unbedingt spekulieren´.

Die prominentesten Spieler im noch kleinen kanadischen WM-Aufgebot sind Torjäger Rick Nash von den Columbus Blue Jackets, Jungstar Eric Staal und Stürmer Justin Williams vom entthronten Stanley-Cup-Sieger Carolina Hurricanes. Immerhin knapp 30 Millionen Dollar streichen die 15 bislang nominierten Profis im Jahr ein. Die deutsche Bilanz gegen die `Ahornblätter´ ist bei Weltmeisterschaften niederschmetternd: Von 37 WM-Vergleichen (inklusive der Olympischen Spiele bis 1968, die gleichzeitig als Weltmeisterschaften galten) gewann das deutsche Team nur einen (1996), zudem gab es bei der Heim-WM 2001 ein 3:3-Remis. Insgesamt setzte es in 119 Länderspielen 90 Niederlagen bei 20 Siegen und neun Unentschieden.

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