Startseite » Fußball » Regionalliga

KFC Uerdingen
Waldemar, das Chamäleon

Wenn einer den KFC Uerdingen im Moment widerspiegelt, dann ist es Waldemar Schattner. Der 24-Jährige ist ebenso wandelbar, wie der Regionalilga-Aufsteiger.

Mit dem Spiel gegen Aachen konnte man beim KFC Uerdingen nur bedingt zufrieden sein. Am Ende wollte sich aber niemand beschweren. Dass Krefeld jedoch zwei Mal eine Führung verspielte, verdarb den Beteiligten ein bisschen die Laune. Immerhin hätte Uerdingen mit einem Dreier die Abstiegsplätze verlassen können.

Noch mehr verdarb Eric van der Luer allerdings die Laune, dass mit Giannis AlexiouIoannis Alexiou » zum Profil (42.) und Kosi SakaKosi Saka» zum Profil (45.) zwei wichtige Spieler schon früh ausgewechselt werden mussten. „Das sind Stammspieler, die nimmst du nicht raus. Höchstens mal, wenn du 3:0 führst“, betonte der Trainer.

Glücklich, wer in diesem Fall einen Waldemar Schattner in seinen Reihen hat. Der 24-Jährige entwickelt sich in Krefeld langsam zum Mann für alles. „Ich habe Walde damals geholt, weil ich noch aus Aachen weiß, dass er eine Allzweckwaffe ist“, erklärte van der Luer. „Er ist im Moment unheimlich wichtig für die Mannschaft. Ihn kannst du hinstellen wo du willst, und er spielt immer zufriedenstellend.“

So auch gegen seinen Ex-Klub, als er auf der inzwischen dritten Position in dieser Saison von Beginn an auflief. Wenn jemand ausfällt, ist Schattner zur Stelle, wobei der Mittelfeldspieler – als solcher wird er auf der KFC-Homepage offiziell geführt – anmerkt: „Ich glaube, ich habe mir diese Einsätze aufgrund meiner Leistungen verdient.“ Schattner weiß, dass er universell einsetzbar ist, bleibt aber dennoch bescheiden. „Ob das unbedingt ein Vorteil ist, kann ich nicht genau sagen. Nur so viel: Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt.“

Und der ist von der Wandelbarkeit seines Schützlings überzeugt. „Bei ihm habe ich überhaupt keine Bedenken, ihn irgendwo hinzustellen. Das ist seine Qualität. Er ist wie ein Chamäleon. Setzt du ihn als rechten Verteidiger ein, dann spielt er da und kann das auch noch.“

Bäumchen wechsel dich

Wobei er gegen Aachen nur 42 Minuten auf besagter Position agierte, so lange eben, bis Alexiou mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausfiel. Und ehe sich van der Luer auf Experimente einließ, wechselte sein Chamäleon von der Außen- in die Innenverteidigung und brachte Tim Rubink auf seiner bis dahin angestammten Position. Der nämlich erhielt nach dem grotten-schlechten Spiel gegen Düsseldorf am vergangenen Spieltag eine kleine Denkpause – die dann jedoch kürzer ausfiel, als gedacht.

Schattner jedenfalls hat die Umstellung gefreut. Er fühlt sich nämlich „in der Mitte“ am wohlsten. „Ob auf der Sechs oder in der Innenverteidigung, das ist egal. Aber ich spiele auch auf rechts oder Außenverteidiger. Ich stelle mich in den Dienst der Mannschaft.“

Ob er das am Samstag gegen Rot-Weiß Oberhausen (14 Uhr, Niederrhein-Stadion) auch wieder machen kann, ist noch offen. Doch vielleicht fällt ja Alexiou aus, dann gäbe es wieder einen Mitspieler, den er ersetzen könnte. Denn einen festen Platz im Team, gibt es für Schattner derzeit (leider) nicht.

Spieltag

Regionalliga West

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

RevierSport Digital

Im günstigen Abo oder als Einzelheft

Jeden Montag und Donnerstag Fußball ehrlich und echt von der Bundesliga bis zur Bezirksliga. Im günstigen Abo oder als Einzelheft auf ihrem PC, Mac oder mobilem Endgerät.