Die Bergischen verloren trotz einer ansprechenden kämpferischen Leistung mit 0:1 (0:1) und müssen sich nach der 13. Niederlage im 17. Spiel langsam aber sicher mit der Oberliga beschäftigen. Daran dürfte auch die Tatsache nichts ändern, dass die Velberter mal wieder nicht vom Glück gesegnet waren. Die Sport- und Spielvereinigung bestimmte vor nur 580 Zuschauern an der Sonnenblume die Anfangsphase und brachte die Gäste ein ums andere Mal in Verlegenheit. Mitten in die Drangphase der Gastgeber erzielte RWO den Führungtreffer durch eine feine Einzelaktion von David Jansen
David Jansen» zum Profil (23.). Der Sturmtank drehte sich mit dem Rücken zum gegnerischen Tor energisch um seinen Gegenspieler Maik Bleckmann herum und ließ Manuel Lenz mit einem strammen Flachschuss aus 16 Metern nicht den Hauch einer Chance. "Das war ein Weltklasse-Abschluss, einfach überragend. Mit dieser Aktion hat Jansen den Unterschied gemacht", sparte Velberts Trainer Lars Leese nicht mit Lob für den Oberhausener Angreifer.
Leese und Pappas attackieren den Schiedsrichter
Zu Schiedsrichter Mitja Stegemann hatte Leese wiederum eine ganz andere Meinung. Die 38. Minute sorgte auf Seiten der Blau-Weißen für kollektives Kopfschütteln. Nach einem Stellungsfehler von Oberhausens Innenverteidiger Felix Haas
Felix Haas» zum Profil lief Hüzeyfe Dogan
Hüzeyfe Dogan» zum Profil alleine auf den Kasten von Patrick Nettekoven zu und wurde im Strafraum von Haas zu Fall gebracht. Der Pfiff bleib aus und beim direkten Gegenangriff tauchte Kevin Menke frei vor Manuel Lenz
Manuel Lenz» zum Profil auf. Velberts Schlussmann holte Menke von den Beinen und dieses Mal zeigte der Unparteiische auf den Punkt und zückte die Rote Karte für Lenz. "Das war die spielentscheidende Szene", befand Leese. "Vorher wird Dogan im Strafraum zu Fall gebracht. Ich habe den Spieler direkt nach der Partie gefragt, bevor ich irgendeine Scheiße erzähle. Er wurde ganz klar getroffen. Für das Foul von Lenz wollte der Schiedsrichter zunächst Gelb geben. Er wurde dann aber von seinem Linienrichter überstimmt. Das ist doch total albern."
Auch Velberts Innenverteidiger Dimitrios Pappas war mit der Entscheidung des Schiedsrichters nicht einverstanden und fand nach dem Schlusspfiff deutlich Worte. "Das war eine absolute Frechheit. Es hätte Elfmeter für uns und Rot für Haas geben müssen. Dafür habe ich kein Verständnis", sagte der ehemalige Oberhausener, der trotz der erneuten Pleite noch längst nicht aufgegeben hat. "Wir haben zuvor von der letzten Chance gesprochen, um uns selbst für dieses Spiel zu pushen. Es sieht nicht gut aus, aber vorbei ist es noch lange nicht. Wir müssen endlich damit beginnen, vor dem Tor konzentrierter zu agieren. Alles andere stimmt in dieser Mannschaft", meint Pappas.
Leese gibt sich kämpferisch
Ähnlich bewertete Leese die Situation der Bergischen. Die erneute Pleite veranlasste den Trainer nicht dazu, das Handtuch zu werfen. "Was die Mannschaft in der zweiten Halbzeit geleistet hat, lässt mich erhobenen Hauptes auf meinem Stuhl sitzen. Wer gesagt hat, wir wären schon weg, den muss ich Lügen strafen. Ich habe nicht den Hauch eines Klassenunterschiedes gesehen. Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt."
Landers und Kunkel bemängeln das Konterspiel
Die Oberhausener konnten sich wiederum über den dritten Sieg in Folge freuen, mit dem sich die Rot-Weißen in der oberen Tabellenhälfte festsetzten. Mittelfeldspieler Marcel Landers
Marcel Landers» zum Profil bemängelte einzig und allein die schlecht vorgetragenen Konter der Gäste in der zweiten Halbzeit. "Das hätten wir teilweise einfach besser lösen müssen. Allerdings war es auf diesem schwer bespielbaren Boden auch nicht besonders leicht. Letztlich war es ein Arbeitssieg für uns. Die Resultate stimmen endlich und so kann es ruhig weitergehen", gab Landers zu Protokoll.
RWO-Trainer Peter Kunkel fasste das Geschehen gewohnt nüchtern zusammen. "Wir sind sehr froh, dass wir hier gewonnen haben. Ich weiß ganz genau, wie schwer es ist, in einem solchen Spiel zu bestehen. Es war der sogenannte Pflichtsieg, der aber ein hartes Stück Arbeit bedeutete. Wir haben so gespielt, wie es der Platz zuließ und waren erfolgreich, nur das zählt. Das 1:0 war super herausgespielt, wenn der Elfmeter drin ist, ist die Partie vor der Halbzeit gelaufen. In der zweiten Hälfte hätten wir unsere Konter besser ausspielen müssen. Das war einfach schlecht. Hinten haben wir aber kaum noch etwas zugelassen. Deshalb war der Sieg auch verdient."




















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