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RWE: Marcel Platzek
Tore am laufenden Tape

Marcel Platzek schießt sich in die Herzen der Essener Fans. Das Geheimnis seines andauernden Erfolgs: Ein kleines Stück Tapeband am Knie.

Als Waldemar Wrobel in der 85. Minute einen Wechsel andeutete, erhoben sich die Massen. Es war selbst in der Schlussphase kein Spiel, das die Zuschauer von den Sitzen riss, aber Marcel Platzek hatte sich den Applaus der Menge verdient.

Selbst zehn Minuten nach Spielende gestand der Essener Goalgetter: „Die Haare stehen mir immer noch zu Berge.“ Die Rot-Weissen haben Marcel Platzek in ihr Herz geschossen und lassen ihren neuen Fanliebling das auch spüren. Der Stürmer machte es den Anhängern bei seinem Comeback in Essen nach der Zwischenstation Mönchengladbach allerdings auch denkbar leicht.

Dabei war gegen Bochum lange nichts zu sehen vom Goalgetter. Es reichte dann aber bereits eine Aktion, ein Geistesblitz, ein wacher Moment, um in diesem Spiel den Unterschied zu machen. „Wir haben nicht unsere beste Leistung abgeliefert, das wissen wir auch. Aber wir haben uns schon in der Halbzeit gesagt: Egal wie, wir wollen einen dreckigen Sieg. Und das war ein dreckiger Sieg“, befand der 23-Jährige.

Ganz nebenbei war das Tor des Abends bereits sein zehntes in dieser Saison. In sieben der letzten acht Ligaspiele hat der gebürtige Moerser getroffen, zuletzt sogar sechs Mal in Serie! Erklären kann er das selbst nicht so recht. Aber vielleicht ist ja gerade diese Unbeschwertheit sein Geheimnis. „Es ist einfach geil, hier zu sein und hier zu spielen. Das macht mir einfach Spaß“, bekennt Platzek.

Für die Analyse ist ohnehin sein Trainer zuständig: „Der Junge ist gut, der Junge ist griffig, ist sehr stabil beim Herausspielen aber auch beim Verwerten von Torchancen“, lobt Wrobel. „Seine Qualität ist, dass er nicht viele Chancen braucht und wir sind froh, dass wir ihn haben.“

Da taugte sein Treffer zum 1:0 geradezu als Sinnbild für die Effizienz, die ihm zu Saisonbeginn noch ein wenig abging. Damit dieser Lauf so lange wie möglich andauert, hat Platzek, ganz Fußballer, natürlich Vorsorge getroffen. „Seit dem achten Spieltag trage ich ein Tape um mein Knie. Seither treffe ich in jedem Spiel“, erklärt der Torschütze vom Dienst und ergänzt: „Am liebsten würde ich das natürlich noch bis zum Saisonende tragen.“

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