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Fort. Düsseldorf
Hoffen auf friedliches Rheinderby

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Am Sonntag kommt es in der zweiten Liga zun Rückspiel des rheinischen Derbys. Mit Spannung gucken Fans aber aber auch die Polizei auf die Partie.

Zwei Spiele, zwei Siege - und jetzt noch ein Erfolg im Rheinderby gegen den 1. FC Köln am Sonntag? Das wäre dann ein ziemlich passables Bewerbungsschreiben für Fortunas Interimstrainer Oliver Reck. Denn mit dem 3:1 in Cottbus hatte sich der zarte Aufwärtstrend nach dem 1:0 beim 1. FC Kaiserslautern fortgesetzt, die Düsseldorfer verschafften sich Luft im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga.

Oder geht jetzt gar noch mehr? Die Frage darf mit Ja beantwortet werden, wenn es mit der Chancenverwertung so weitergeht. Ein wenig glücklich waren die jüngsten Siege indes schon, überzeugend nur in punkto Effizienz. So ist in der Gesamteinschätzung auch eine Spur Realismus zu finden bei Fortunatorwart Giefer: „Wir haben einfach eine geschlossene Mannschaftsleistung geboten, alle haben ihr Bestes gegeben, und dann kam auch das Quäntchen Glück dazu.“

„Glückskind“ Reck hat es also gerichtet – und was passiert mit der Trainer-Zwischenlösung, wenn die Fortuna Spitzenreiter Köln am Sonntag schlägt? Offenbar kitzelte der Ex-Bundesligatorwart die entscheidenden Prozente aus der Mannschaft heraus und verordnete ihr erfolgreich ein taktisches System. Manager Wolf Werner zeigte sich gegenüber einer Lösung mit Reck offen: „Wir haben nie von drei Spielen gesprochen, sondern immer nur gesagt, dass er vorläufig die Mannschaft trainiert. Das kann noch dauern. Dann benennen wir den Cheftrainer.“

Reck gibt sich derweil gelassen, hofft wie die meisten Verantwortlichen darauf, dass es rund um die Begegnung friedlich bleibt, die von der Polizei als Hochrisikospiel eingestuft wird. Die Terminierung auf den Sonntagmittag mag die Gefahr von Zusammenstößen mit Fans anderer Klubs minimieren, aber der letzte Tag des Düsseldorfer Weihnachtsmarktes birgt anderweitig Gefahrenpotenzial. Und die Vorboten sind schon da: Diffamierende Plakate, Graffiti oder Internetvideos wurden von der Geschmacklosigkeit eines aufgespießten Schweinekopfes am zentralen Stresemannplatz gekrönt – dazu ein Grabstein mit dem Gründungsdatum der Fortuna und dem Datum vom Sonntag.

Circa 70 Betretungsverbote ausgesprochen

Nachdem rund um das Hinspiel Gullideckel in Straßenbahnen geschleudert wurden und nur ein Polizei-Großaufgebot schlimmere Ausschreitungen verhindert hatte, droht nun die „Revanche“ – von welcher Seite und für was auch immer. Gegen etwa 70 als gewaltbereit bekannte Fans beider Vereine wurden bereits Betretungsverbote unter anderem für das Düsseldorfer Stadtgebiet ausgesprochen. Die sportliche Geschichte und Oliver Recks Bewerbungsschreiben drohen dabei fast ein wenig unterzugehen.

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