Zum Rückrunden-Auftakt von Rot-Weiß Oberhausen am kommenden Sonntag (14 Uhr) bei Spitzenreiter Fortuna Köln wird Tyler in der Startformation stehen.
Für den gebürtigen Engländer begann die Saison alles andere als vielversprechend. Über weite Strecken der Hinrunde kam Tyler ausschließlich in der Oberliga-Reserve der Kleeblätter zum Einsatz. Mehr als drei Kurzeinsätze waren dem 21-Jährigen in der Regionalliga nicht vergönnt. Immerhin konnte Tyler mit seinem Treffer zum 2:0-Endstand am Aachener Tivoli erstmals auf sich aufmerksam machen. Es sollte kein Strohfeuer des rechten Mittelfeldspielers bleiben. Während der Vorbereitung konnte er das Vertrauen von Trainer Peter Kunkel gewinnen, stand bei allen vier Vorbereitungsspielen in der Startelf und wusste zu überzeugen. Am kommenden Sonntag winkt dem Briten in der Meisterschaft erstmals ein Einsatz von Beginn an. „Er hat nie aufgesteckt und war im Training stets präsent. Das hat mir imponiert. Auf der rechten Außenbahn hat er momentan einen Vorsprung“, betont Kunkel.
Tyler will seine Chance bei den Rot-Weißen freilich nutzen. Vor vier Jahren packte er auf der Insel seine Koffer, um in Deutschland seine Brötchen als Fußballer zu verdienen. Neun Jahre lang wurde der gelernte Rechtsverteidiger zuvor beim FC Reading ausgebildet. „In England muss man schon in jungen Jahren den Sprung zu den Profis schaffen. Der Unterbau ist nicht so breit wie in Deutschland. Deshalb habe ich mich zu diesem Schritt entschieden“, erklärt Tyler.
Seine ersten Erfahrungen im Ausland sammelte der laufstarke Engländer bei Rot-Weiß Erfurt. Nach zwei Einsätzen für die Thüringer in der 3. Liga erhielt Tyler keinen weiteren Vertrag. Im Sommer 2012 folgte schließlich der Wechsel ins Ruhrgebiet. Sportlich lief es für ihn in den ersten anderthalb Jahren bei den Kleeblättern keinesfalls nach Plan. Dafür hatte er sich schnell an das Leben in Deutschland gewöhnt. Auch ohne feste Lebenspartnerin genießt Tyler sein Leben im Ruhrpott. „Dass ich keine Freundin habe, ist überhaupt kein Nachteil. Ich habe so meine Ruhe.“ Diese hat er genutzt, um das kulinarische Angebot des Ruhrgebiets zu testen. Das Essen hat es Tyler besonders angetan. „Das ist einmalig. Vor allem die Currywurst ist einfach genial.“
Um sein Glück in Deutschland zu vervollständigen soll nun auch der sportliche Durchbruch folgen. Tyler hat lange daran gearbeitet, das Vertrauen des Trainers zu gewinnen. Nun will er seine Berücksichtigung in Köln mit einer ansprechenden Leistung rechtfertigen. „Ich habe sehr hart für diese Chance gearbeitet und möchte sie auch unbedingt nutzen. Wenn wir beim Tabellenführer etwas holen könnten, wäre das natürlich noch schöner.“



















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