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Hamza Cakir
"Die Fortuna ist meine große Liebe"

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Wir schreiben den 23. Mai 2009: Fortuna Düsseldorf schafft nach einer zehnjährigen Odyssee durch die Niederungen des deutschen Fußballs die Rückkehr in die 2. Liga.

Vor der Drittliga-Rekordkulisse von 50.095 Zuschauern, die bis heute Bestand hat, gewann das Team von Trainer Norbert Meier am letzten Spieltag gegen Werder Bremen II mit 1:0. Der Startschuss für den Feier-Wahnsinn war perfekt! „Was ich da erlebt habe, werde ich nie im Leben vergessen. Die ganze Stadt war im Fortuna-Fieber. Das Stadion, die City – alles schien überfüllt zu sein und das alles bei einem Zweitliga-Aufstieg. Ich male mir heute noch manchmal aus, was wäre denn erst los, wenn die Fortuna den Meistertitel holen würde?“, schwelgt Hamza Cakir in Erinnerungen.

Der Winter-Zugang des KFC Uerdingen war beim Düsseldorfer Aufstieg im Jahr 2009 nicht nur dabei, sondern mittendrin. Als Innenverteidiger absolvierte der Deutsch-Türke 31 von 39 möglichen Spielen (ein Tor) und kam auf eine Einsatzzeit von insgesamt 2494 Minuten. „Das war mein bestes Jahr als Fußballer. Ich bin gebürtiger Kölner, aber die Fortuna ist meine große Liebe. Ich hoffe, dass mir diese Worte auch die KFC-Fans verzeihen beziehungsweise sie verstehen. Ich habe knapp zehn Jahre für Düsseldorf gespielt. Ich verfolge bis heute täglich alles über die Fortuna. Das ist und wird immer mein Verein bleiben“, lautet Cakirs Liebeserklärung an die Rot-Weißen.

Leistungsträger in der Süper Lig

Doch wo das Glück im Fußball ist, ist das Pech nicht weit. Davon kann der 28-jährige Cakir ein Lied singen. Nach der Rückkehr in die 2. Liga absolvierte der Abwehrmann die ersten sechs Spiele über die volle Distanz, bis ihn eine Verletzung stoppte. „Danach verlor ich meinen Status als Stammspieler und wechselte im Sommer in die Türkei“, erinnert sich Cakir.

Das Kopfballungeheuer heuerte beim türkischen Süper-Lig-Klub Kayserispor an. Mit dem Georgier Shota Arveladze hatte Cakir einen Trainer gefunden, der wieder voll auf ihn setzte. Es gab jedoch ein kleines Problem: Cakir musste auf der ungeliebten Position als Rechtsverteidiger ran. „Ich habe die Aufgabe solide erfüllt. Doch am liebtsen und stärksten spiele ich im Zentrum der Abwehr.“ So entschied sich der ehemalige Jugendspieler des SCB Preußen Köln (nun im FC Viktoria Köln aufgegangen, Anm. d. Red.) trotz Rang sechs und der Qualifikation für den Europapokal mit Kayseri, für einen Wechsel. „Es kam ein gutes Angebot von Karabükspor. Dort sollte ich zudem wieder als Innenverteidiger spielen. Da musste ich nicht lange überlegen“, erzählt Cakir.

Die Offerte war in der Tat verlockend – nur zahlte der Verein 2012 plötzlich keinen Cent mehr. Cakir musste sogar die FIFA einschalten, um den Alptraum zu beenden. Cakir: „Sie haben mir die Freigabe angeboten, falls ich auf das Geld verzichte, drohten sonst mit Suspendierung. Zudem musste ich auch dort auf der rechten Abwehrseite ran.“ Der Verband half Cakir und dieser kontaktierte wenige Tage vor Ende des Wintertransfer-Fensters die alte Heimat. „Ich sprach unter anderem mit Uwe Klein und Wolf Werner. Sie holten mich zurück nach Düsseldorf und dafür bin ich sehr dankbar.“

Neustart beim KFC

Doch nach seiner Rückkehr im Januar 2013 in die Landeshauptstadt kam der Defensiv-Spezialist nur auf drei Einsätze bei der Regionalliga-Reserve der Fortuna und hatte viel Verletzungspech. Seit Sommer 2013 war Cakir dann ohne Klub – mit einer einmonatigen Ausnahme. Cakir erklärt: „Ich habe im August einen Jahresvertrag bei Orduspor unterschrieben und die komplette Vorbereitung absolviert. Leider habe ich nie einen Cent gesehen. Da habe ich den ganzen Scheiß beendet“, erzählt der KFC-Akteur.
Da kam der Lockruf seines Freundes Tuncay Yilmaz, seit Januar Geschäftsführer beim KFC Uerdingen gerade recht. Yilmaz bot Cakir an, für ein halbes Jahr an der Grotenburg zu unterschreiben. Cakir: „Ich hatte auch Anfragen aus der 3. Liga, aber ich muss erst wieder richtig fit werden. In Krefeld habe ich mit Eric van der Luer einen überragenden Coach, der mir die Zeit gibt, um wieder auf 100 Prozent zu kommen. Ich will der Mannschaft auf jeden Fall im Abstiegskampf helfen. Ich bin mir sicher, dass wir das schaffen.“

Am 30. September wird Cakir erst 29 Jahre alt. Da kommt es nicht von ungefähr, dass er einen Traum noch längst nicht aufgegeben hat: „Ich will dahin zurück, wo ich schon war: in den Profifußball“, betont Cakir. Doch zuerst stehen alle Zeichen auf Neustart und Abstiegskampf beim KFC.

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