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Moggi erneut schwer belastet
Es geht um Geld und Geschenke

Gegen Luciano Moggi sind im italienischen Manipulations-Skandal neue Vorwürfe aufgetaucht. Der ehemalige Sportdirektor von Rekordmeister Juventus Turin, der als einer der Drahtzieher des Schiedsrichterskandals gilt, wird vom früheren Juve-Manager Maurizio Capobianco beschuldigt, Geld und hochwertige Geschenke wie Uhren an hochrangige Persönlichkeiten des italienischen Verbandes, Schiedsrichter, Journalisten und sogar Tifosi verteilt zu haben.

"Ich weiß genau, dass Juve allein Anfang 2005 wertvolle Geschenke an zwei italienische Schiedsrichter, einen Funktionär des Fußballverbandes und einen Vertreter der Börsenaufsichtsbehörde Covisoc verteilt hat", sagte Capobianco in einem Interview mit der römischen Tageszeitung La Repubblica am Freitag. Die Präsente hätten einen Wert von jeweils rund 12.000 Euro gehabt.

Capobianco, zwischen 1984 und 2005 Manager der "Alten Dame", beschuldigte den Klub auch, die Bilanzen gefälscht und vertuscht zu haben, dass ein Spieler positiv auf Cannabis getestet wurde.
Als mutmaßlichem Drahtzieher werden Moggi mittlerweile fünf Straftaten vorgeworfen: Gründung einer kriminellen Vereinigung, Sportbetrug, Veruntreuung, Nötigung und Freiheitsentzug. Deswegen wurde er bereits mit einem fünfjährigen Berufsverbot belegt. Der Prozess gegen Moggi beginnt am 16. Juni.

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