Schock bei einem Trainingsspiel: Ein 55-jähriger Altherren-Fußballer ist bei in Balve beim Fußballspielen bewusstlos zusammengebrochen. Der Mann konnte von Mitspielern wiederbelebt werden. Sein Zustand ist allerdings kritisch. Ärzte haben ihn in ein künstliches Koma versetzt.
Das Trainingsspiel zwischen der 3. Mannschaft der SG Balve/Garbeck und dem Altherren-Team aus Garbeck war nicht einmal fünf Minuten alt, da sackte der 55-jährige Altherren-Fußballer auf dem Sportplatz „Am Krumpaul“ ohne erkennbaren Grund zusammen. „Er lag in Höhe des Strafraums. Wir haben erst gedacht, er hat einen Anfall erlitten. Aber dann sind wir auf den Platz gelaufen, ich sah sofort, dass er nicht mehr atmete“, schildert der 1. Vorsitzende der SG Balve/Garbeck, Christian („Oskar“) Müller den Beginn einer hoch dramatischen Phase.
Angesichts dessen, dass der AH-Fußballer trotz Ansprache durch die Vereinskameraden kein Lebenszeichen mehr von sich gab, setzten noch auf dem Sportplatz die Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Zum Glück für den 55-Jährigen befanden sich unter den Kickern mit Björn Bender und Sebastian Bertsch zwei Feuerwehrkameraden, die genau wussten, was in einer so lebensbedrohlichen Situation zu tun ist.
Notarzt lobt Wiederbelebungsmaßnahmen der Fußballer
Gemeinsam mit „Oskar“ Müller und später auch den Rettungssanitätern aus Balve schafften sie es, den 55-Jährigen wieder zurück ins Leben zu holen. „Der Notarzt, der nach etwa 20 Minuten Minuten auf unserem Sportplatz eingetroffen ist, hat uns gesagt, dass wir alles richtig gemacht haben. Er informierte uns auch darüber, dass es sich bei unserem Fußballer um einen schweren Herzinfarkt handelt“, erklärt der 1. Vorsitzende gegenüber dieser Zeitung.
In welch einer kritischen Phase sich der 55-Jährige befindet, ist den SG-Fußballern, die immer noch unter Schock sehen, am Samstag noch einmal vor Augen geführt worden. Denn nach der ärztlichen Behandlung im Kreiskrankenhaus in Lüdenscheid ist der Hönnestädter vorerst für drei Tage in ein künstliches Koma gelegt worden.
„Wir können jetzt nur noch für ihn beten und hoffen, dass er den Herzinfarkt überlebt“, sagt der 1. Vorsitzende, der ebenso wie die Rettungssanitäter und Feuerwehrkameraden großen Anteil daran hat, dass der 55-Jährige überhaupt noch die Chance besitzt, nach dem Herzinfarkt nach Hause zurückzukehren. Auch wenn dies eine Weile dauern wird.
