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Toni Polster wird 50
"Ich werde meinen Weg weitergehen"

Toni Polster wird am Montag 50. Der ehemalige Torjäger des 1. FC Köln und von Borussia Mönchengladbach feiert gleich doppelt.

Den Kölner Karneval hat Toni Polster in der vergangenen Woche schmerzlich vermisst, doch feierfreudig ist der ehemalige österreichische Fußball-Nationalspieler auch fernab des Rheinlandes. In seinen 50. Geburtstag am Montag (10. März) feiert Polster mit seiner Familie, Freunden und Geschäftspartnern rein, ehe an seinem Ehrentag mit der Tennistruppe und seiner Mannschaft des Drittligisten Wiener Viktoria angestoßen wird. Damit macht er seinem Spitznahmen "Toni Doppelpack" wieder einmal alle Ehre.

"Niemand wird jünger. Damit habe ich kein Problem. Es geht halt viel zu schnell, aber so soll es wohl sein. Das ist für jeden gleich", sagte Polster im kicker-Interview. Der ehemalige Torjäger des 1. FC Köln und von Borussia Mönchengladbach ist mit seiner derzeitigen Situation als Trainer eines Drittligisten aber durchaus zufrieden - den Rauswurf nach nur 54 Tagen beim Erstligisten Admira Wacker im Sommer hat er verkraftet: "Weil es nicht deshalb war, weil ich schlechte Arbeit abgeliefert habe, sondern weil ich nicht so aufgestellt habe, wie es der Sponsor wollte." Sein Ziel bleibe zwar ein Job als Erstliga-Trainer, doch "das Wichtigste ist, dass man Freude und Spaß an dem hat, was man macht."

Freude und Spaß hatte Polster während seiner aktiven Zeit auch immer auf dem Platz. Zwar wirkte der Familienvater (ein Sohn, eine Tochter) manchmal ein wenig ungelenk, aber seine Effizienz vor dem Tor war beim Gegner gefürchtet. Mit 44 Treffern in 95 Länderspielen ist er Österreichs Rekordtorschütze.

Seine drei wichtigsten Tore gelangen ihm 1989 im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen die DDR. Zwischendurch wurde Polster vom eigenen Anhang schon ausgepfiffen, danach galt er als Held. "Entweder Oasch oder Held", beschrieb er einst im Spiegel sein Verhältnis zum Anhang. Polster nahm 1990 und 1998 mit der Alpenrepublik an der WM teil, verpasste aber jeweils das Achtelfinale.

Der gefürchtete Freistoß- und Elfmeterschütze demonstrierte auch in der Bundesliga sein Können. In Köln erzielte er in 150 Spielen bemerkenswerte 79 Tore, beim Erzrivalen in Gladbach sprangen in 38 Begegnungen immerhin noch 15 Treffer heraus. Der Wiener Schmäh von Polster kam auch außerhalb des Platzes gut an.

Nach seiner aktiven Karriere wechselte Polster 2001 in den Marketingbereich der Borussia, ehe er 2004 als Teammanager seines Stammvereins Austria Wien in seine österreichische Heimat zurückkehrte. An seine Zeit in Deutschland erinnert sich Polster noch gerne zurück und der Karneval in Köln fehlt ihm. "Unser Sponsor ist eine Narrengilde aus Meidling, dem zwölften Bezirk in Wien. Da gab's ein wenig Karneval. Aber nicht wie in Köln", sagte Polster, der klare Vorstellungen von der Zukunft hat: "Ich werde meinen Weg weitergehen und mich für keine Kohle dieser Welt ändern lassen. Ich war immer authentisch."

Sein größter Wunsch zum Geburtstag ist nicht für ihn selber: "Dass die Mama, der es nicht gut gegangen ist, wieder zunimmt und der Papa den Rollator weggeben kann."

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