Die Oberbayern gehen damit in der "Best-of-seven"-Viertelfinalserie mit 2:1 in Führung.
Dabei sah nach es aus Sicht der Krefelder nach dem ersten Drittel noch gut aus. Herberts Vasiljevs im ersten Powerplay (7.) sowie Francois Methot (15.) verwandelten den frühen Rückstand durch einen Überzahltreffer von Thomas Greilinger aus der vierten Spielminute in eine 2:1-Führung.
Der Schock für die Pinguine kam in der Mitte des zweiten Spielabschnitts in Form eines Ingolstädter Treffers der besonderen Art. Völlig freistehend konnte Patrick Hager in eigener Unterzahl an der gegnerischen blauen Linie abziehen, den Puck fälschte Ziga Jeglic unhaltbar für KEV-Keeper Tomas Duba zum Ausgleich ab.
Die Krefelder agierten im Anschluss fahrig und nervös. Beste Möglichkeiten wurden ausgelassen, trotz einer vor allem im dritten Drittel erdrückenden Dominanz gelang den Schwarz-Gelben gegen die durch eine grassierende Magen-Darm-Grippe stark ersatzgeschwächten Gäste kein weiterer Treffer.
Voakes wird zur tragischen Figur, Sabolic zum Helden
In der vierten Minute der Verlängerung entschied das Team von der Donau die Partie schlussendlich für sich. Und ausgerechnet Mark Voakes, der als überzähliger Ausländer in der laufenden Playoff-Runde noch keine Minute Eiszeit bekam und für den verletzten Torjäger Kevin Clark ins Team rückte, leitete das gegnerische "Game-Winning-Goal" ein. Er spielte den Puck in der Nähe des eigenen Tores versehentlich an die Schlittschuhferse seines Teamkollegen Joel Perrault, von da aus prallte er ERCI-Stürmer Robert Sabolic genau in den Lauf. Einen verzögerten Doppelpass mit Thomas Greilinger später konnten die knapp 100 mitgereisten Gästefans den so wichtigen Auswärtssieg bejubeln. Krefelds Stürmer Herberts Vasiljevs zeigte sich nach dem Spiel schwer enttäuscht: "Ein Fehler entscheidet ein Spiel. Das sind halt Playoffs. Wir hätten schon viel früher den Sack zumachen müssen, aber Ingolstadt war einfach cleverer."
Ingolstadts Torhüter Timo Pielmeier verdiente sich nach ingesamt 39 gehaltenen Schüssen ein Sonderlob beider Trainer. "Es ist unglaublich, was für Chancen wir vor allem im dritten Drittel ausgelassen haben, aber Timo Pielmeier hat auch sehr gut gehalten". ERCI-Coach Niklas Sundblad sah in seinem Goalie sogar "den besten Spieler auf dem Eis."
TV-Übertragung am Sonntag
Nun geht es für die Pinguine am Sonntagnachmittag darum, sich in der Ingolstädter Saturn-Arena den Heimvorteil zurückzuholen. ServusTV überträgt die Partie ab 14.10 Uhr in einer Konferenzschaltung mit dem vierten Duell der Serie Kölner Haie - Adler Mannheim.

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