Real Madrid, VfL Wolfsburg, Real Madrid, Bayern München, VfL Wolfsburg, Mainz 05 und Bayer Leverkusen: Auf Borussia Dortmund warten im April fast ausschließlich Spiele, in denen die Mannschaft mindestens sehr gut, wahrscheinlich sogar häufig überragend spielen muss, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Da passte es ausgezeichnet, dass im Derby gegen Schalke 04 endlich wieder Kreativität, Tempo und Spielwitz zu erkennen waren.
Die fußballerische Klasse kommt wieder zum Vorschein
Marco Reus ist trickreich. Der Dortmunder Offensivspieler, dessen Fähigkeiten in den letzten Wochen schmerzlich vermisst wurden, als er wegen einer Muskelverletzung fehlte, schafft es im Spiel immer wieder, seine Gegenspieler stehen zu lassen. Für einen wie ihn ist es natürlich eine leichte Übung, ein paar Journalisten ins Leere fragen zu lassen.
Weil auch Henrikh Mkhitaryan, der zweite Dortmunder, der gegen Königsblau ungemein viel Schwung ins Spiel brachte, nach dem Schlusspfiff schnell zu einem Sponsorentermin verschwunden war, mussten andere Akteure die Analyse übernehmen. „Wir hatten riesige Chancen, schöne Ballstafetten und defensiv gut gestanden“, fand etwa Nuri Sahin, von dem sicherlich noch mehr Impulse ausgehen könnten.
Trotz der nach wie vor angespannten Personallage und dem Fehlen zahlreicher Stammspieler, scheint der BVB für den Endspurt der Saison gerüstet zu sein. Basierend auf einer ziemlich stabilen Defensive kommt die Kombinationsmaschine in der Offensive besser und besser ins Rollen. Schon gegen Hannover 96 (3:0) war eine Steigerung erkennbar, die nun gegen Schalke noch einmal einen deutlichen Schub erfuhr. „Für uns ist es wichtig, dass wir gesehen haben, dass wir so spielen können, wie wir es uns vorstellen“, erklärte Mats Hummels, als Abwehrchef und erster Aufbauspieler praktisch vorne wie hinten ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. „Jetzt versuchen wir, das im Drei-Tage-Rhythmus abzurufen.“
"Hätten auch 140 Minuten spielen können"
Auch körperlich präsentiert sich das gegen Ende des Jahres 2013 doch arg ausgelaugt wirkende Team wieder im Vollbesitz seiner Kräfte. „Wir hätten auch 140 Minuten spielen können“, meinte etwa Sebastian Kehl , bekanntlich der älteste Borusse.
Angesichts der Knaller-Aufgaben, die nach dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr) im April warten, ist das auch dringend nötig, um die fest eingeplanten Ziele (DFB-Pokal-Finale, Platz zwei in der Liga) und möglicherweise sogar die Kür (erneut Real Madrid in der Champions League ausschalten) zu verwirklichen. „Wenn wir so spielen, stehen die Chancen sehr gut, dass wir auf den Plätzen nach Hause kommen, die wir haben wollen“, weiß Hummels.




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