Der Sturm der Nordkurve mit mit Einsatz von Reizgas und Knüppeln vor inzwischen mehr als sieben Monaten hatte seinerzeit für große Proteste innerhalb der Schalker Fanszene geführt. Die Polizei verteidigte hingegen ihr hartes Vorgehen und drohte sogar dem Verein, sich künftig aus der Arena zurückzuziehen, da der Verein nicht in der Lage gewesen sei, für Sicherheit zu sorgen und das Hausrecht durchzusetzen.
Ultras hatten die PAOK-Fans mit einer mazedonischen Flagge provoziert, woraufhin die Griechen mit einem Sturm von Spielblock und Fankurve drohten. Dabei hätte es Schwerverletzte und Tote geben können, erklärte die Polizei, warum sie die Nordkurve gestürmt hatte. Bei dem Einsatz waren 80 Menschen verletzt worden, darunter auch völlig Unbeteiligte an der Flaggen-Aktion.
Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte nach dem Spiel und der zum Teil heftigen Kritik an dem Polizei-Einsatz eine „rückhaltlose Aufklärung der Ereignisse“ versprochen. Seitdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Essen nicht nur gegen 40 Besucher des Spiels, sondern auch gegen 23 Polizisten.
Diesen wird „Körperverletzung im Amt“ im Amt vorgeworfen, während die Stadionbesucher wegen Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung belastet werden.
Nach dem Spiel habe es 200 Beschwerden und Eingaben im Ministerium gegeben. Die Polizei sei allerdings auch gelobt worden, so Innenminister Jäger. Inwieweit die Ermittlungen gegen die Polizeibeamten auch noch dienstrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, lässt man im Innenministerium derzeit offen: „Wir warten das Ergebnis der Ermittlungen ab“, sagte ein Sprecher der WAZ.




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