Auf der einen Seite jubelte eine Mannschaft in weißer Spielkleidung, die gerade eine über weite Strecken enttäuschende Leistung geboten und obendrein mit 0:2 verloren hatte. Auf der anderen Seite standen völlig ausgepowerte, sichtlich enttäuschte Herren in schwarz und gelb, die von ihren Fans für einen Erfolg frenetisch gefeiert wurden, mit dem das eigentlich einem Viertelfinale zugrundeliegende Ziel, nämlich der Einzug ins Halbfinale, nicht erreicht wurde. „Das war total schizophren“, fand Oliver Kirch
Oliver Kirch» zum Profil, „weil wir am Boden zerstört waren, aber unsere Leistung so von den Fans honoriert wurde. Es war eine riesige Aktion.“
"Stolz auf die Mannschaft, den Verein, die Fans"
Das sah auch Erik Durm
Erik Durm» zum Profil so, der gegen Angel di Maria und Gareth Bale eine einwandfreie Leistung zeigte und die beiden Weltstars nahezu völlig abmeldete. „Die Fans waren überragend“, lobte der Linksverteidiger. „Die haben uns gepusht ohne Ende. Wir konnten bis zum Umfallen laufen. Schade, dass wir ihnen nicht das 3:0 geschenkt haben.“
Das Dortmunder Publikum spendete der Mannschaft verdiente Anerkennung für ein großes Spiel, über das sich die BVB-Spieler nach dem Schlusspfiff nur bedingt freuen konnten. Rundum zufrieden wirkte nur Kevin Großkreutz
Kevin Großkreutz» zum Profil, der „einfach nur stolz auf die Mannschaft, den Verein und die Fans“ war. Den größten Gegenpart bildete Marco Reus
Marco Reus» zum Profil, der für den Auftritt zwar auch das eine oder andere lobende Wort fand, aber immer wieder den Kern seiner Analyse betonte: „Für mich überwiegt die Enttäuschung, dass wir es nicht geschafft haben.“
Trotz einer fulminanten Vorstellung reichte es gegen die Madrilenen am Ende nur zu zwei Treffern – einer zu wenig, um das 0:3 aus dem Hinspiel zu egalisieren. Besonders traurig war dies, weil „wir noch drei, vier große Chancen hatten. Es ist schade“, sagte Robert Lewandowski
Robert Lewandowski» zum Profil, der sein letztes Champions-League-Spiel im Trikot von Borussia Dortmund gemacht hat.




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