Und die richtete sich gegen den Schiedsrichter. Damir Skomina hatte das Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid gerade beendet, da sah er sich schon Angesicht zu Angesicht mit einem aufgebrachten Kevin Großkreutz
Kevin Großkreutz» zum Profil. Offensichtlich ziemlich lautstark drückte der Dortmunder Alleskönner seine Meinung über die Leistung des Unparteiischen aus, der sich während der 90 Minuten nicht viele Freunde im Stadion gemacht hatte.
Die Gründe waren vielfältig: Der Elfmeterpfiff gegen Lukasz Piszczek
Lukasz Piszczek» zum Profil (16.), die Bewertung des Duells zwischen Sergio Ramos und Robert Lewandowski
Robert Lewandowski» zum Profil (27.), das nicht geahndete taktische Foul des verwarnten Xabi Alonso (51.), dazu ein insgesamt sehr großzügige Linie, die er freilich bei beiden Mannschaften fuhr, den Gästen aber damit mehr half, weil sie der BVB-Angriffswelle häufiger mit Aktionen an der Grenze der Legalität begegneten.
"Die Leistung war einfach schlecht"
Und so kam zu dem Gemisch aus Enttäuschung und Stolz bei einigen Dortmundern auch eine Menge Ärger über Skomina hinzu. Vor allem Hans-Joachim Watzke übte deutliche Kritik am Slowenen. "Der Einzige, der dem Spiel nicht gut getan hat und nicht das Niveau hatte, war der Schiedsrichter. Der hat katastrophal gepfiffen", sagte der Dortmunder Geschäftsführer im Interview bei Sky. "Ich möchte nicht einmal sagen, dass er uns benachteiligt hat. Die Leistung war einfach schlecht."
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Jürgen Klopp mochte in die Schelte nicht einsteigen. Nur über die Tatsache, dass Xabi Alonso zu Beginn der zweiten Hälfte nicht vom Feld musste, störte den 46-Jährigen. "Das war ein taktisches Foul, dafür sieht man Gelb", stellte der BVB-Coach nüchtern fest. "Es wäre für Real in Unterzahl schwer geworden bei der Wucht, die wir hatten. Aber egal, was ich dazu sage, es ändert nichts mehr."
Hummels bricht Lanze für Schiedsrichter
Einen ganz anderen Kurs fuhr Mats Hummels
Mats Hummels» zum Profil, der nach dem Schlusspfiff Großkreutz davon abgehalten hatte, weiter auf Skomina einzureden. Der Dortmunder Innenverteidiger mochte sich nach den verpassten Chancen in Hin- und Rückspiel nicht mit Diskussionen über die Leistung des Schiedsrichters aufhalten und brach ganz nebenbei noch eine Lanze für den gesamten Berufsstand. "Es bringt eben gar nichts, den Schiedsrichter nach dem Spiel für irgendwas zu kritisieren, dass er vielleicht falsch gemacht hat", erklärte der Abwehrchef. "Ich bin generell der Meinung, dass man als Spieler die Schiedsrichter ein bisschen respektvoller behandeln sollte."




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