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Leverkusen
Lewandowski erst abgestuft, nun der Retter

Bayer Leverkusen kämpft zum Abschluss des 30. Spieltags um wichtige Punkte für die Champions League. Augsburg träumt dagegen von der Europa League.

Im vergangenen Sommer wurde er als schwächeres Glied einer Doppelspitze zurückgestuft, nun soll Sascha Lewandowski Bayer Leverkusen die Teilnahme an der Champions League retten - und obendrein einen Charaktertest leiten. Mit voller Rückendeckung der Vereinsführung und der Vollmacht für alle sportlichen Maßnahmen kehrt der 42-Jährige am Sonntag auf den Trainerstuhl der Leverkusener Bundesliga-Mannschaft zurück - diesmal sogar als alleinverantwortlicher Chef.

Nachdem das Solo-Projekt mit seinem alten Sozius Sami Hyypiä nach relativ langer Erfolgsserie doch vorzeitig beendet wurde, muss es nun Bayers Nachwuchschef richten. Und der kündigte gleich für sein Debüt am Sonntag gegen Hertha BSC (15.30 Uhr/Sky) einen Tabubruch an: Vom 4-3-3, das er einst mit Hyypiä einführte und an dem der Finne auch in der Krise eisern festhielt, will Lewandowski wohl abrücken. Damit der aktuelle Fünfte doch noch mindestens Vierter wird und somit wieder in der Champions League starten darf.

Zum Abschluss des Spieltags (17.30 Uhr) will der Tabellenachte FC Augsburg drei Punkte bei 1899 Hoffenheim holen, um den Traum von der Europa League weiterträumen zu dürfen. Sollte der FCA verlieren, könnten sogar Hoffenheim und - im Falle eines Sieges in Leverkusen - auch die Hertha wieder hoffen, da sie bis auf vier Punkte an den möglicherweise ausreichenden siebten Rang heranrücken könnten.

Für Leverkusen geht es aber um mehr als "nur" die Qualifikation für die Königsklasse. Die kommenden Wochen sind auch als Charaktertest ausgerufen worden. Bayer stellt alles auf den Prüfstand, auch und gerade langjährige Leistungsträger wie Gonzalo Castro müssen sich beweisen, um eine Zukunft unter dem Bayer-Kreuz zu haben. "Jeder Einzelne fängt bei Null an und ist jetzt gefordert, sich einzubringen und ans Limit zu gehen", betont Lewandowski.

"Ich kann zwar mit der Öffentlichkeit umgehen, ich genieße sie aber nicht"

Der wird unabhängig vom Erfolg freilich nach seiner Fünf-Spiele-Mission wieder ins zweite Glied rücken. Es sei für ihn klar gewesen, den Verein nicht im Stich zu lassen, an seiner grundsätzlichen Einstellung hat sich aber nichts geändert. "Ich kann zwar mit der Öffentlichkeit umgehen, ich genieße sie aber nicht", sagte er dem Express. Nicht dauerhaft in der Bundesliga zu arbeiten, sei aber "eine Grundsatzentscheidung" gewesen.

Auf eigene Ambitionen muss Lewandowski, der bei Bayer seinen Vertrag kürzlich bis 2019 verlängerte, also keine Rücksicht nehmen. Ab Sommer soll ein namhafter Trainer bei Bayer eine Ära prägen: Als Favoriten gelten der Noch-Frankfurter Armin Veh und nach Express-Informationen auch Bernd Schuster vom FC Malaga.

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