Berlin, London, Berlin. Es ist diese kurze Auflistung, bestehend aus zwei Städten, die Hans-Joachim Watzke ausreicht, um etwas zu verdeutlichen, das ihm ein Kernanliegen ist: schwarz-gelbe Nachhaltigkeit.
Nach den Meisterschaften der Jahre 2011 und 2012, dem Pokalsieg 2012 sowie dem Erreichen des Endspiels der Champions League in der letzten Saison war es das erklärte Ziel des Vereins, die Aufgabe zu lösen, die oftmals viel schwieriger ist als in die Spitze zu kommen – sich dort zu etablieren. „Wir sind im dritten Jahr hintereinander in einem Finale“, betonte der Dortmunder Geschäftsfüher nach dem 2:0 (2:0) im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Wolfsburg. „Nachhaltiger kann man nicht beweisen, dass man mit uns rechnen muss.“
Es war eine gehörige Portion Genugtuung, die in Watzkes Ausführungen mitschwang, aber auch eine latente Verärgerung, ausgelöst durch die Kritik, die in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder laut wurde. „Das“, betonte der BVB-Boss daher, „kam von Leuten, die nichts davon verstehen.“ Die Bilanz bestätigt Watzke, der gar ein erstes Fazit dieser von Verletzungen überschatteten Spielzeit zog: „Für mich ist klar, dass wir eine tolle Saison gespielt haben.“
In den letzten Partien brachte der BVB wieder das Fußball-Gemisch aus Leidenschaft, Tempo und Spielwitz auf den Platz, dass ihn in den letzten Jahren national und international in die Beletage katapultiert hat.
Am 17. Mai bietet sich den Schwarzgelben nun die große Gelegenheit, die Saison mit einem rauschenden Sieg zu krönen. Bis dahin soll die Mannschaft laut Jürgen Klopp "in der Spur bleiben" - am besten erst einmal mit einem Erfolg gegen Mainz 05 am Samstag. Die Erinnerungen an das DFB-Pokal-Endspiel im Jahr 2012, als der BVB den FC Bayern München mit 5:2 aus dem Olympiastadion fegte, reichen aus, um die Dortmunder zu motivieren. „Wir wollen in Berlin die schöne Feier, die wir vor zwei Jahren hatten, wiederholen“, gibt Mats Hummels das Ziel aus.
Ein weiterer Titel – es wäre der vierte seit dem Amtsantritt von Jürgen Klopp im Jahr 2008 – wäre die materielle Würdigung der unbestrittenen Nachhaltigkeit. Und im nächsten Jahr soll die Städte-Auflistung dann um ein oder zwei „Berlin“ verlängert werden. 2015 findet dort bekanntlich neben dem DFB-Pokalfinale auch das Champions-League-Endspiel statt.




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