Der Rasierer blieb in der Tasche. Als die Schalker Mannschaft das MAGE Solar Stadion in Freiburg verließ, war der Bart noch dran. Und so werden wohl auch die Besucher der Schalker Jahreshauptversammlung am Sonntag noch in den zweifelhaften Genuss seiner Haarpracht unter dem Kinn kommen. „Ich hatte den Rasierapparat dabei. Aber ich habe mich da nicht dran getraut und werde ihn wohl erst am Montag durch den Friseur stutzen lassen. Das soll ja dann auch ordentlich aussehen“, grinste Marco Höger, als er in den Mannschaftsbus stieg. Auf die zwei Tage kommt es ihm nun auch nicht mehr an.
Heldt findet Högers Haarpracht unsäglich
Schließlich hatte er lange genug auf diesen Moment warten müssen. Seit seiner Verletzung beim Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig hatte er sich im Gesicht nicht mehr glatt gemacht. Nach der Auswechslung von Kaan Ayhan
Kaan Ayhan» zum Profil wegen dessen Gehirnerschütterung nach einem Zusammenstoß mit Julian Draxler
Julian Draxler» zum Profil feierte Höger in der zweiten Halbzeit sechs Monate nach seinem Kreuzbandriss auf der ungeliebten Position des rechten Verteidigers sein ersehntes Comeback - und war glücklich, weil das Knie hielt. „Darauf habe ich lange hingearbeitet. Dass ich gleich 45 Minuten spielen durfte, war überragend.“
Überragend fände es allerdings auch Manager Horst Heldt, wenn der Ex-Aachener seinen Worten am Montag endlich tatsächlich Taten folgen lassen würde. „Das wäre dann neben der sicheren Qualifikation für Platz vier die zweite positive Auswirkung unseres Sieges in Freiburg“, feixte Heldt. Und nannte den Bart: „Hässlich.“





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